
Hava Nagila
HAVA NAGILA - selten werden so zahlreich Rhythmen und Tanzelemente aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen zu einer klangvollen Harmonie verbunden. Auf dem Programm stehen Kreis- sowie Paartänze. * Auch für Männer! Bringen Sie Tanzbegeisterung, Freude an der Bewegung, bequeme Kleidung, Turn- oder Gymnastikschuhe und gute Laune mit.
Der israelische Volkstanz ist aus einer Vermischung jüdischer und nicht jüdischer Volkstanzformen aus vielen Ländern der Welt hervorgegangen. Während in anderen Ländern der Volkstanz als Pflege alter landschaftlicher Tradition gilt, ist er in Israel eine junge Kunstform, die sich erst seit den 40er Jahren entwickelt hat und die auf historischen und modernen Quellen biblischen Assoziationen und modernen Tanzstilen basiert.
Die frühen Pioniere, die das städtische Leben in Osteuropa gegen ein ländliches Gemeinschaftsleben eingetauscht hatten, brachten aus ihrer alten Heimat Tänze mit, die sie an ihre neue Umgebung anpassten. Mehrere Jahrzehnte lang verkörperte der rumänische Volkstanz, die „Hora“, das neue Leben, das in Israel gebaut wurde. Seine geschlossene Kreisform gab allen Teilnehmern den gleichen Status. Durch die einfachen Bewegungen konnte jeder mitmachen, und die miteinander verbundenen Arme symbolisierten das zionistische Denken.
Der Wendepunkt in der Entwicklung des israelischen Volkstanzes war das erste Tanzfestival 1944 im Kibutz Daliah. Man merkte, dass es ja gar keine spezifisch israelischen Tänze, Musikstücke und Trachten gab, die das Leben eines in sein Land zurückkehrenden Volkes widerspiegelten. Es folgte ein allgemeines Erwachen der Tanzbegeisterung der Anstoß zur Schaffung eines viel gestalteten israelischen Volkstanzes, der die verschiedenen Stile und Quellen kombiniert.
Motive aus der Diaspora sowie lokale Tradition, darunter die arabische „Debka“, ein Stampftanz für Männergruppen, und weitere Elemente vom nordamerikanischen Jazz und lateinamerikanischen Rhythmen bis zu dem für viele Mittelmeerländer typische Takt.
Neben diesem israelischen Volkstanz und als eine seiner Inspirationsquellen finden wir die Tänze der verschiedenen ethnischen Gruppen, die die Sammlung der Zerstreuten und den Pluralismus der israelischen Gesellschaft widerspiegeln. Sie werden durch eine Reihe von Tanzensembles für jemenitische, kurdische, nordafrikanische, indische, georgische, bucharische und äthiopische Tänze gepflegt, sowie durch Ensembles für arabische, drusische und tscherkessische
Tänze.
Die meisten Volkstänze werden zu beliebten israelischen Liedern getanzt. Ihre Schritt- und Formenvielfalt und übersprudelnde Bewegungsfreude sind Ausdruck der Lebensfreude eines jungen Landes mit alter Tradition.
Der Volkstanz lebt in geselliger Runde, wie auf der Bühne. Seine Beliebtheit hat den Beruf des Vortänzers geschaffen, und tausende Menschen haben das
Tanzen als Freizeitbeschäftigung gewählt.
Viele Orte in Israel haben ein wöchentliches Volkstanzprogramm.
Volkstanzgruppen treten bei den meisten lokalen und nationalen Feierlichkeiten auf und nehmen an Tanzmarathons, sowie an israelischen und internationalen Tanzfestivals teil.
Neben dem jährlichen israelischen Tanzfestival in Karmiel, finden in Israel seit den 80er Jahren regelmäßig auch internationale Volkstanzfeste statt, an denen Gruppen aus aller Welt teilnehmen.



