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Februar 34

www.februar34.at

Wir sind zum Karl Marx Hof und zum Ottakringer Arbeiterheim Sandleiten geradelt. Aber wir kamen nicht wirklich heran. Überall waren die Straßen gesperrt. Nur Schüsse haben wir gehört. Die politische Einstellung meines Vaters reichte, um ihn dienstrechtlich zu maßregeln und sein Gehalt zu kürzen. Ich flog von der Schule“, erinnert sich Hugo Pepper, langjähriger Vorsitzender der Sozialistischen Widerstandskämpfer.
Der Februar ´34 stellt eine Zäsur in der österreichischen Geschichte dar, die Demokratie wird beseitigt, Diktatur und Standrecht greifen Platz. Bis heute weckt der Februar ´34 Emotionen und liefert Stoff für kontroversielle Standpunkte und Diskussionen.

Die Volkshochschulen Simmering und Brigittenau haben nun, in einem gemeinsamen von der Stadt Wien unterstützten Projekt, in Zusammenarbeit mit dem Institut für Geographie und Regionalforschung, Kartografie der Universität Wien die Ereignisse rund um den Februar 1934 aufgegriffen und in einer zeitgemäßen Form aufbereitet. Mit modernster Technologie wird die Thematik für eine breite Öffentlichkeit im Internet anschaulich gemacht. Neben der Darstellung thematischer Schwerpunkte umfasst www.februar34.at eine Datenbank mit Daten der Opfer sowie der Kampforte und als zentralen Teil Kartendarstellungen, die auf unterschiedlichen Maßstabsebenen eine Verortung ermöglichen. Da die Bereiche vernetzt sind, kann auch aus der Kartendarstellung heraus auf Informationen der Datenbank zugegriffen werden. Umfangreiches Bildmaterial garantiert eine anschauliche Darstellung.