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Stadtarchäologie

Faszination Archäologie - Grabe, wo du stehst
Scherben kleben in der VHS Meidling


Archäologie fasziniert. Das zeigen die Touristenströme, die Jahr für Jahr die antiken Stätten Ägyptens und Griechenlands besuchen.

Mit eigenen Händen alte Scherben zu bergen und zusammenzufügen, das ist in Wien möglich. Und zwar nicht nur für Profis.

Unter dem Motto "Grabe, wo du stehst" können WienerInnen die Vergangenheit der Stadt ausgraben. Seit 1995 lädt die Initiative „Seniorarchäologie“ alle über 18jährigen (Senior ist nach alter Tradition ein Ehrentitel, keine Altersangabe) zur aktiven archäologischen Mitarbeit ein. Inzwischen ist das Projekt mit jährlich mehr als 5000 Arbeitsstunden der freiwilligen MitarbeiterInnen zur unverzichtbaren Hilfe für die Stadtarchäologie geworden.
 
Vom Scherbenhaufen zum fast vollständigen keltischen Vorratsgefäß. Die Tüftelei hat sich ausgezahlt.
Die Amateur-ArchäologInnen stehen am Beginn ihrer Arbeit buchstäblich "vor einem Scherbenhaufen". Nach langer Tüftelei haben sie unter Umständen die schönste Vase rekonstruiert. Ein solches Erfolgserlebnis hatte das Team, das in der Volkshochschule Meidling an verschiedenen Scherbenhaufen werkt: Ein etwa 80 cm hohes keltisches Vorratsgefäß, etwa 2000 Jahre alt, ist der Stolz der ganzen Gruppe. Die entsprechenden Kenntnisse können sich alle Interessierten aneignen: In Kooperation mit der VHS Meidling bietet die Stadtarchäologie laufend Kurse an. Einzige Voraussetzung: Geduld, Geduld, Geduld.

Danach kann man beim Restaurieren, beim Zeichnen und mit ein bisschen Glück und Talent sogar beim Ausgraben mitarbeiten.
Mehr Informationen unter http://www.seniorarchaeologie.at/ sowie unter http://www.wien.gv.at/archaeologie/

Als Brückenschlag zwischen Archäologie und Schule gibt es die Initiative Juniorarchäologie. Das ist ein umfangreiches und flexibles Vermittlungsangebot, das von MitarbeiterInnen der Stadt Wien in Schulen und bei Fundstellen durchgeführt wird.
Mehr Informationen unter www.wien.gv.at