Goldene Regel statt religiöse Symbole in Klassenzimmern
Einen guten Vorsatz hat die Volkshochschule Hietzing im Neuen Jahr bereits realisiert
Im Rahmen des EU Projekts SuVal („Seperating and unyfing values) über Werte hat die Volkshochschule Hietzing in allen Klassenräumen die Goldene Regel aufgehängt. Als Goldene Regel bezeichnet man seit dem 17. Jahrhundert einen alten und weltweit bekannten Grundsatz der praktischen Ethik. „„Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.“ Künstlerisch umgesetzt wurde dieser Grundsatz durch TeilnehmerInnen des Malkurses „Schritte zum Abstrakten“.
Die Aktion „Goldene Regel statt religiöse Symbole“ kommt gerade zur richtigen Zeit, denn das Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte in Strassburg demzufolge ein christliches Kreuz in einer Staatsschule die Religionsfreiheit der SchülerInnen verletze, ließ die Diskussion über die Trennung von Kirche und Staat emotional aufbranden. „In der Debatte wurde bislang nur über die Abschaffung der Kreuze gestritten, doch eine Alternative zu bieten, wie dies die „Goldene Regel“ darstellt, könnte eine Lösung sein“, so der Direktor der Volkshochschule Hietzing Dr. Robert Streibel.
Haderer Karikaturen: „Was wäre gewesen, wenn Jesus nicht gekreuzigt worden wäre“
Gekoppelt ist diese Aktion in den Kursräumen jedoch mit der Schau eines der bekanntesten Karikaturisten aus Österreich. Zum ersten Mal wird der Zyklus von Gerhard Haderer „Was wäre gewesen, wenn Jesus nicht gekreuzigt worden wäre…“ in der Volkshochschule Hietzing komplett gezeigt. Bei der Anfrage an den Karikaturisten zeigte sich dieser verwundert, dass bisher noch niemand anderer in Österreich auf die Idee gekommen sei, diesen religionskritischen Zyklus zu zeigen.




