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Den Lebenstraum verwirklicht

Artikel erschienen in der New York Post

Sie stand in der offenen Tür, gertenschlank, zimtbraune Samthosen, schlichter sandfarbener, mohair-artiger Rollkragenpullover. Ein kurzer, moderner Haarschnitt umrahmt das gepflegte Gesicht, aus dem intelligente Augen den Besucher anstrahlen. "Willkommen". Ja, vom Herzen willkommen fühlt man sich bei Stella Hershan in ihrem Zuhause, einer gemütlichen Komfortwohnung in der eleganten nördlichen Ecke des Künstlerviertels von New York City, Greenwich Village. Ihr Garten ist der Washington Square Park, die grüne Oase der Umgegend für Mensch und Tier, nur wenige Minuten von ihrer Wohnung entfernt gelegen.

Beim Eintreten wird einem sofort klar, dieses ist nicht nur eine Wohnstätte, sondern auch der Arbeitsplatz einer Schriftstellerin. Eine ganze Wand besteht aus überfüllten Bücherregalen, am Fenster steht ein moderner, großzügiger Schreibtisch mit elektrischer Schreibmaschine, vielen Papieren, halbfertigen Manuskripten, Informationen und Forschungsunterlagen für neue Ideen, neue Kurzgeschichten, neue Bücher. Der Stolz der Besitzerin, eine Faxmaschine. "Eine wunderbare Einrichtung," strahlt Stella. "Ich kann Kopien machen, telefonieren, Faxe senden und erhalten." Auf die Frage nach einem Computer oder Worldprocessor folgt die resolute Antwort "oh, nein, ich bin an meine elektrische Schreibmaschine gewöhnt, das geht bei mir am besten und ist unkompliziert". Bevor wir jedoch ins eigentliche Gespräch und den Ursprungs meines Besuchs kommen, zeigt mir Stella stolz die jüngste elektronische Errungenschaft: Ein Stereogerät für Kassetten, Compaktdiscs und zum Radiohören, dabei versichert sie mir wieder, wie schmerzlich sie die Radio-Sendung "Grüße aus der Heimat" vermisst, die Ende Januar dem Zahn der Zeit, sprich Rock- und Popmusik weichen musste. Ich erinnerte mich, daß sie einer der ersten Menschen war, die sich bei mir telefonisch bedankten für die vielen Jahre deutschsprachiger Unterhaltung, vor allem die klassischen Wiener Melodien, die noch immer durch ihre Adern fließen.

"Eigentlich wollte ich nur einen Plattenspieler kaufen, für meine vielen alten Wiener Platten, aber das ist heutzutage fast eine Rarität, man muß schon das ganze Gerät kaufen und den Plattenspieler extra daneben, wie der junge Verkäufer im Elektrogeschäft mir versicherte", und damit legte Stella eine Compaktdisc mit schmeichelnden Wiener Kompositionen ein, die unsere Unterhaltung umrahmten.

In Wien stand ihre Wiege, die vom damals herrschenden ersten Weltkrieg nicht immer sanft geschaukelt wurde. "Mein Vater kam aus St. Poltens, einem kleinen Ort in der Nähe von Wien. Durch Fleiß und Beharrlichkeit arbeitete er sich aus anfangs ärmlichen Verhältnissen zu einem angesehen Kaufmann empor. Meine Mutter wurde in Prag geboren, der damals Österreichischen Ungarischen Monarchie. Ich verbrachte meine Kindheit ohne streng religiöse Fesseln, ich wußte, daß wir jüdisch waren. Religion spielte eigentlich keine große Rolle in unserer Familie, wir erkannten alle Religionen und wurden tolerant erzogen. Sie schließt kurz die Augen und man sieht förmlich wie die Gedanken, Erinnerungen in ihr wach werden, wie so häufig bei unserem Gespräch. Wie konnte sie auch als Kind ahnen, daß ihr die Geburtsreligion eines Tages so zum Verhängnis werden sollte.

"Schon als Kind und noch mehr als Teenager war ich ein ziemlich freier, selbst denkender, häufig zügelloser Geist mit meinen Ideen und Idealen und ließ mich ungern in die streng konservativen Wiener Richtlinien der Erziehung junger Mädchen einengen." Wieder schließt sie die Augen und schmunzelt. Gerne wäre ich Zuschauer der Bilde und Geschehnisse ihrer Gedanken gewesen." Ein leises Pfeifen dringt aus der Küche. "Oh, mein Teekessel und springt auf, eilt in die Küche und erscheint kurze Zeit später mit einem Tablett mit einer Kanne duftenden Kräutertees und Kuchen. Wir tauschen Erinnerungen an alte Bekannte aus, lauschen den Klängen des neuen Stereos, die aus dem halboffenen Schlafzimmer ins Wohn- und Arbeitszimmer strömen, und genießen Tee und Kuchen.

Ihr Glück schien vollkommen, als sie 1933 heiratete, den schönsten Mann, den sie je gesehen hatte, er war groß, blond, mit blauen Augen, neun Jahre älter als die gerade 18-jährige Stella und Besitzer einer Metallbau-Fabrik. Da er religiös er zogen war, wurde eine traditionell jüdische Hochzeitszeremonie gefeiert und Stella schwebte im siebenten Himmel. Die Hochzeitsreise ging nach Italien, dem Land der Liebe, der Musik, der Unbeschwertheit und des ewigen Sonnenscheins.

1934 begann es in Österreich politisch zu brodeln. Am 29. Juli 1937 gebar Stella ihre einzige Tochter Lisa. Der kleinen Familie ging es zunächst gut und sie wurde umsorgt von Bediensteten, einer Köchin, einem Dienstmädchen und einer Kinderschwester für das Baby. Im März 1938 folgte der politische Ausschluß Österreichs und somit begann der Leidensweg unzähliger Menschen jüdischen Glaubens. Man mußte das Land, am besten den Kontinent, verlassen. Gegen Bargeld gab es alles, vor allem den heiß begehrten Pass zur Ausreise in ein fremdes, fernes, aber freies Land,  Amerika.

Über die Schweiz ging es durch Frankreich nach Cherbourgh, wo die abenteuerliche Reise mit dem Ozeanriesen "Queen Mary" endete. Man sah mit Zuversicht und neu geschöpfter Hoffnung der Freiheit entgegen.

Am 9. Februar 1039 begrüßte die Freiheitsstatue im New Yorker Hafen die Neueinwanderer auf der "Queen Mary". Ein hoffnungsvolles, neues Leben fern der Heimat, in Freiheit und Frieden, das war der Wunsch eines jeden Einwanderers.

"Wir begannen unser neues Leben in einer kleinen bescheiden möblierten Wohnung im heutigen Manhattan. Mein Mann fand schnell eine Arbeit, die uns ernährte. Ich betreute unser Kind und nahm jede Gelegenheit wahr, die englische Sprache zu erlernen. Ich verschlang Romane, las Karikaturen und Witzzeichnungen, bis ich eines Tages die Ansprache einer resoluten Amerikanerin hörte. Ich war zutiefst beeindruckt über die Art, in der diese Dame uns jüdische Immigranten mit sichtlichen Wohlwollen, ja fast Dankbarkeit, in diesem Land willkommen hieß. Er war niemand anders als die Frau des damaligen Präsidenten, der Vereinigten Staaten, Eleanor Roosevelt persönlich. Ich begann ihre tägliche Spalte "My Day" in der Zeitung zu lesen und lernte danach bald de politische Stellung dieses Landes kennen, auch bewunderte ich die aufrichtige, mutige Meinung der"First Lady". Meine Verehrung zu ihr und meine Wißbegierde über diese "große" Frau wuchsen ständig in mir. Sie übte einen ungeheuren Einfluß auf mein späteres Leben aus." Stella sprach mit sichtlicher Begeisterung und Feuer in den Augen. Ja, Eleanor Roosevelt hatte sie sofort gepackt, hatte ihr den nötigen Mut gegeben zu lernen und sich weiter zu bilden. Ihr Gesicht wird ernst als sie weiter spricht.

"Die Geschehnisse des 7. Dezembers 1941 in Pearl Harbour forderten die Vergeltung der USA, und Amerika griff in den Zweiten Weltkrieg ein. Jetzt waren wir also feindliche Ausländer im neuen Land, das wir als Retter in der Not gepriesen hatten. Dabei fühlten wir keine Sehnsucht oder Verbundenheit zu unserem Geburtsland Österreich. Ich nahm eine Stellung als Kosmetikverkäuferin an, unsere inzwischen vierjährige Tochter Lisa vergnügte sich im Kindergarten mit ihren Spielgefährten und mein Mann fand eine besser bezahlte Arbeitsstelle."

"Endlich war der schreckliche Krieg in Europa zu Ende. Die Sonne schien heller zu strahlen und wir alle faßten neuen Mut. Wir zogen in eine schönere, größere Wohnung nach Forest Hills um. Wir wurden amerikanische Staatsbürger und schworen den Eid aus voller Überzeugung und Treue zu diesem Land unserer neuen Heimat. Bald gab ich meine Arbeit auf und nahm Kurse an der New York University und später an der New School for Social Research, um meinen Kindheitstraum zu erfüllen, zu schreiben. Ich schrieb und schrieb auf englisch, die Zeit verging. Lisa heiratete und gründetet eine eigene Familie, mein Mann wurde krank und starb. Ich war allein, hatte zunächst niemanden, der hin und wieder in meiner Muttersprache zu mir sprach. Ich flüchtete mich in mein Schreiben."

Die Karriere einer internationalen Schriftstellerin war geboren. Der Stoßstein dazu waren die überzeugte Verehrung und Bewunderung, die Hershan für die Frauen empfand, die, die europäische Geschichte beeinflußt hatten. Dadurch wurde die Wichtigkeit und der Wert der Frau, in der Monarchie, wie in politischen Kreisen erkannt, gewürdigt und gleichzeitig gefürchtet.

"Diese Frauen sind der Fokuspunkt meiner Bücher. Ich schreibe über Frauen, für Frauen, selbstverständlich lesen auch die Herren der Schöpfung meine Erzählungen mit großem Eifer und bestätigen mir immer wieder ihre Hochachtung."

"Meine Dankbarkeit und Verehrung für Eleanor Roosevelt bezeugte ich mit meinem ersten, in englischer Sprache geschriebenen Werk, "A Woman of Qualitty: Eleanor Roosevelt" (Grown Publishers, New York), welches 1970 veröffentlicht wurde. Ich beschrieb darin persönliche Geschichten und Anekdoten von und über Eleanor Roosevelt , erzählte von Menschen wie Taxifahrern und bekannten Schauspielern z. B. Danny Kaye und Cary Grant. Begebenheiten die ich gesammelt hatte, über ihre Verhältnisse zu Menschen in jeglicher Lebenslage, Geschichten, die ihre unerschrockene Bereitschaft zeigten, in Not Geratene zu helfen und ihre selbstlose Hingabe für andere." Man spürt die Passion einer Frau für eine Geschlechtsgenossin ohne einen Deut von Eifersucht oder Selbstsucht, sondern ganz schlicht höchste Verehrung und Dankbarkeit aus dem Herzen kommend.

"Ermutigt durch mein erstes erfolgreiches Buch hatte ich schon den Gedanken an das nächste im Kopf. Es wurde mein erster historischer Roman. Die Handlung spielte in Europa, Mittelpunkt war das politische Leben und Treiben des österreichischen Diplomaten Graf Klemens von Metternich und seiner Liebschaft mit der russischen Fürstin Katharina Bagration.. Wieder schrieb ich in englischer Sprache, und mein zweites Buch "The Naked Angel", erschien als historischer Roman 1972, (Hale Puplishers, London, Pinnacle Publishers, New York). Im gleichen Jahr wurde die deutsche Fassung "Der nackte Engel" in den deutschsprachigen Ländern veröffentlicht, es folgte Übersetzungen in holländisch, italienisch und schwedisch."

Die Autorin springt jetzt wieder auf, um mir das kürzlich eingetroffene Geburtstagsgeschenk ihrer Tochter und Familie zu zeigen, oder besser gesagt, vorzuführen. Ein übergroßer "Wundersessel" in hellbeigem Leder. Die zierliche Hershan verschwindet fast in der Mitte des riesigen Möbelstückes, das sie lang ausgestreckt mit festem Griff an der rechten Seite manipuliert und mir damit freudig erklärt, "dieser Sessel hat verschiedene Sitzpositionen auch eine völlig horizontale Liegeposition, er spendet Wärme und sogar Massagen. Hier zu ruhen , meine geliebten Wiener Melodien auf dem neuen Stereogerät leise im Hintergrund, das ist für mich eine Oase, ein Kurzurlaub, wenn ich einmal vom Stress des Alltags überwältigt werde." Kaum zu glauben, daß Stella vom Stress gepackt werden kann, sie scheint das Leben in der Hand zu haben. Doch, ich dränge weiter, welches ist das nächste Buch?

"Schon als junges Mädchen in Österreich spürte ich großes Interesse und Mitgefühl am Leben und Leiden der blutjungen Elisabeth, Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn. Kaiser Franz Josef von Österreich heiratet die damals 16-jährige bayrische Prinzessin aus dem Hause Wittelsbach. Seine Liebe bestätigte er mit dem Kosenamen "Sisi", den sie selbst nie gern hörte. Die tragische Lebensgeschichte dieser ungewöhnlichen Frau ließ mich nicht los. Ich wollte dieses Mal jedoch in einem anderen Stil schreiben, aus der persönlichen Perspektive einer Frau gesehen, aber dennoch den historischen Geschehnissen gerecht werden. Da Elisabeth ihre Gedanken, Gefühle, Sehnsüchte und Schmerzen von ihrer Warte aus erzählt, schrieb ich diesen Roman automatisch in meiner und ihrer Muttersprache."

So begann der historisch dokumentarische Roman "In Freundschaft - Elisabeth" als fiktierter Brief Elisabeth an die Frau von heute. Elisabeth schildert ihr Leben in allen Einzelheiten, die spärlichen Freuden und vor allem das ewige Leid, durch die Augen und das Herz der Autorin Stella Hershan gesehen. ("In Freundschaft -Elisabeth", 1992, Verlagsgesellschaft Berg, München).

"Nach Elisabeth blieb ich bei der europäischen Geschichte und hatte schon meine nächste historische Heldin erkoren: die Prinzessin von Habsburg Marie Antoinette. "Ein Kind der Revolution" ist meine größte historische Arbeit über die gesellschaftlichen und politischen Veränderungen in Europa und Amerika zur Zeit der französischen Revolution. Die Erzählung beruht auf geschichtlichen Ereignissen, hat aber, wie die meisten Romane eine Art Eigenleben entwickelt. Während einige Geschehnisse den Tatsachen entsprechen, wurden andere bewusst verändert. Auch habe ich mir erlaubt, die Charaktere in dichterischer Freiheit zu interpretieren, dabei aber die Handlung in verständlicher Umgangssprache gehalten, wieder in Deutsch. Dieses Werk erschien 1992 im Universitätsverlag in Deutschland."

Stella Hershan greift erneut ein Buch aus ihrer Bibliothek, beginnt darin zu blättern, deutete auf den Umfang und fährt fort. "Ein Jahr später zog es mich wieder zu meiner ersten Heldin Eleanor Roosevelt. Ich schrieb wieder in Englisch, eine Zusammenfassung in einem Band über ihr Leben, die Geschichte ihres Hauses und ihres Zufluchtortes Val-Kill im Hyde Park, New York. Ich besaß noch soviel gesammeltes Material über diese humanitäre Frau, das musste unbedingt veröffentlicht werden. Es folgten weitere Geschichten, Aussagen von Mrs. Roosevelt, eine Bibliographie und viele andere Informationen. "The Candles she lit: The Legacy of Eleanor Roosevelt" wurde 1993 veröffentlicht und gewann 1995 den New York Public Library Award als beste Biographie für Jugendliche. Obgleich ich meine Eleanor Roosevelt Bücher für Erwachsene geschrieben habe, sind sie äußerst wertvoll und als leicht verständliches Lehrmaterial für Schüler und Studenten geeignet.

Stella Hershan ist ziemlich stolz und dazu hat sie auch allen Grund. Sie ist ständig beschäftigt, ist keine Unbekannte im Yale oder Harvard-Club, wo sie Konversationsdeutsch lehrt, und wenn sie nicht gerade Vorträge oder Gesprächsrunden über Frauen der Geschichte im Radio, Fernsehen oder kulturellen Institutionen hält, so kann man sie auf Kreuzfahrten antreffen. Im August 1990 war sie Gastlektorin auf einer Skandinavienreise mit der "Vistafjord". Im März 1991 ging es mit dem gleichen Traumschiff in die Karibik und ein Jahr später im August 1992 unterhielt sie die Gäste auf der Reise nach Südeuropa, wie Spanien und Italien. Die "Royal Viking" war im Januar 1995 ihr schwimmender Vortragssaal mit folgenden Reisezielen: Los Angeles, Acapulco, Grand Cayman, der Panama Kanal, Aruba, u.a. und endete in Fort Lauderdale. Jetzt öffnet Stella Hershan einen "walk-in closer" voller Regale mit Manuskripten für Bücher und Kurzgeschichten aller Art, man findet Fotos, Nachschlagwerke und vieles mehr, was der Autorin lieb und wertvoll erscheint. "All diese Manuskripte sind fertiggestellt und noch unveröffentlicht", dabei blättert sie in einigen losen Seiten und beginnt eine spannende Schilderung, die immer länger und fesselnder zu werden scheint. Natürlich umrahmt wieder die politische und kulturelle Geschichte den Hintergrund und das ungewöhnliche Dasein und Leben zweier Menschen und deren Begebenheiten. "Ich suche nach einem Verleger für all diese Manuskripte, die darauf warten an die Öffentlichkeit zu gelangen", fast zärtlich streicht sie über die eng gerippten Seiten und legt sie wieder zurück ins Regal.

Im Sommer 1970- nach 30-jähriger Immigration, kehrte Stella Hershan zum ersten Male in ihre Geburtsstadt Wien zurück. Wieder war sie wie damals über Zürich gereist. Obwohl der erste Besuch ein wenig schmerzhaft war, hat sie heute mit ihrem Geburtsland Frieden geschlossen und festgestellt, ihr Wien bleibt ihr Wien.

Die jugendliche Hershan wurde im Dezember 2000 zum vierten Male Urgroßmutter. Zwei Jahre zuvor im Dezember 1998 beglückten Enkelsohn Larry und Frau Ellen die stolze Oma mit drei-Mäderl-Drillingen . Tochter Lisa und Ehemann llan und deren Tochter Sheryl leben im fernen sonnigen Arizona, ganz in der Nähe des jungen kinderreichen Paares und seiner vier kleinen Töchter. Stella zeigt erfreut einige eingerahmte Familienfotos ihrer Kinder.

Mit einem Blick auf die reich behängte Wand hinter Hershan`s entdecke ich außer Diplomen, Urkunden und Auszeichnungen, eine ganz besondere Ehrung: das Bundesverdienstkreuz Österreichs. "Oh, das wurde mir 1986 von der damaligen österreichischen Generalkonsulin Dr. Helga Winkler-Campagna überreicht", sagt sie bescheiden. Nein, eine Prahlerin ist Hershan nicht.

Man möchte hoffen, dass die Autorin bald einen Verleger für all die spannenden , unveröffentlichten Manuskripte und Kurzgeschichten findet, sowie auch für die Neuauflagen ihrer Bücher, die interessantes Lese- und Lehrmaterial bieten.