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Kalmar, Alice

Von Hietzing kann ich nicht viel sagen, ich bin schon seit 1939 hier in Sydney, außerdem wohnten wir in Breitensee, also am Rand vom 13. Bezirk, Hietzing. Jeden Samstag ging ich in die Neue-Welt-Gasse in den Tempel, hatte Religionsunterricht in zwei Hietzinger Schulen (eine war in der Nähe von Penzing). Sonntag nachmittags gingen meine lieben Eltern mit mir in das Kaffeehaus Hübner, in der Nähe der Schönbrunner Haltestelle der Untergrundbahn.

Eine Zeit lang hatte ich eine Gouvernante, die mit mir nachmittags in den Schlosspark ging. Ich erinnere mich auch an den Tiergarten (Menagerie), wo meine Mutter und ich die Gräfin Elvira Wrbna, geborene Prinzessin von Bayern, antrafen. Sie war eine Nichte von der Kaiserin Elisabeth und war begleitet von einer Hofdame. Sie sprach mit meiner Mutter, da meine Mutter von Holeschau stammte, wo der Graf Wrbna ein Schloss hatte. Wir besuchten öfters einen Verwandten, Direktor Heinrich Müller (oder Wilhelm?). Er was r ein Direktor von Thonet Mundus und seine Villa war in der Hietzinger Hauptstraße. Ich erinnere mich auch an die Hauptallee, mit der Cumberland-Villa, das Jugendheim von der griechischen Königin Friederike?

Mein lieber Vater war ein Cousin von dem berühmten Baron Moritz de Hirsch aus Gereuth. Mein Vater borgte einem Verwandten den family tree von Baron Hirsch, wo Papa´s Name eingetragen war. Hofrat Salomon Frankfurter, Vorstand der Wiener University Bibliothek war der Onkel von Supreme Court Judge Felix Frankfurter, der ein Freund war von Präsident Franklin Delano Roosevelt. Hofrat Frankfurter verschaffte meinen Eltern ein Kapitalisten-Zertifikat nach Palästina, wo meine 1. Eltern den zweiten Weltkrieg verbrachten. Hofrat Frankfurter´s Bruder (Felix´ Vater) schrieb meinem Vater 1900 von New York: „Lieber Großneffe ...“. Ich sende Ihnen nächstes mal Kopien.

Papa´s Jugendfreund war Dr. Joseph Geroe, ich glaube er war ein Minister nach Ende des 2. Weltkrieges. In meinen Büchern verteidige ich natürlich Österreich, meine frühere Heimat, und wo all meine Vorfahren jahrhundertelang in Frieden gelebt haben. Außerdem ist es bekannt, dass die 6 Millionen Juden, die von den Nazis umgebracht wurden, unschuldige anständige Bürger waren, und daher falsch glaubten, dass man sie nicht angreift! Es ist auch klar, dass weitere Bürger durch Selbstmord etc. umkamen.