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Vortragsreihe - Die Erste Republik und die Zwischenkriegszeit 1918-34/38

VHS Simmering

Kurs-Nr. 18GG2605 | Di 1x; 08.05.2018; 18–20 Uhr | 2 UE i |  8 € | VHS Simmering, 1110, Gottschalkgasse 10 i
Kursleitung: Mag. Andreas Handler

Die Monarchie wirkte in der österreichischen Literatur der Zwischenkriegszeit noch lange nach. Zahlreiche Romane wie Joseph Roths "Radetzkymarsch" oder Robert Musils "Der Mann ohne Eigenschaften" setzen sich mit der "Welt von Gestern" (Stefan Zweig) auseinander.
Neue Strömungen und Ideen wurden auch von österreichischen Autorinnen und Autoren maßgeblich mitgeprägt. Feministische Stimmen wie Mela Hartwig (Das Weib ist ein Nichts) erreichten ein großes Publikum. Moderne Medien wie Film und Radio erhielten eine immer größere Bedeutung. Der Konflikt der politischen Lager schlug sich auch in der Literatur nieder.
Das Ende der Republik und die Errichtung des Dollfuß/Schuschnigg-Regimes 1934 stellten einen großen Einschnitt in der österreichischen Literaturlandschaft dar. Zahlreiche Autorinnen und Autoren mussten Österreich verlassen, viele Bücher wurden verboten vier Jahre, bevor mit den Bücherverbrennungen der Nationalsozialisten eine zentrale Epoche österreichischer Literaturgeschichte endgültig zu Ende ging.
Mag. Andreas Handler, geb. 1987, ist Zeithistoriker und arbeitet am Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek, das Nachlässe österreichischer Autorinnen und Autoren sammelt und erschließt. Er bietet Führungen im Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek an, das einen Überblick über die österreichische Literaturgeschichte von der Aufklärung bis in die Gegenwart gibt.

 

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