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Veranstaltungen

Kunst und Kulturgeschichte

Jüdische Kunstmusik - Gibt es sie überhaupt?

15.02.2012, Jüdisches Institut für Erwachsenenbildung

Die jüdische Volksmusik ist weit bekannt, der jüdische Einfluss über die westliche Kunstmusik bleibt dagegen relativ unbeachtet. Viele wichtige Komponisten der letzten 150 Jahre waren Juden oder jüdischer Herkunft. Wie ihre jüdische Identität ihr Schaffen prägte, wurde allerdings kaum behandelt. In den Vorträgen werden wir wichtige jüdische Komponisten wie Rossi, Halevi, Schönberg, Ulmann, Weill, Bernstein, Milhaud, Bloch, Copland, Schnittke und Reich disku-
tieren. Musikhörbeispiele werden uns ihre Auseinandersetzung mit dem Judentum expliziter illustrieren.

Geschichte und Gesellschaft

"0stjuden": Selbstverständnis und antisemitisches Klischee

21.02.2012, Jüdisches Institut für Erwachsenenbildung

Das Institut für jüdische Geschichte Österreichs beschäftigte sich im Rahmen der Sommerakademie 2011 ausführlich mit dem Leben und dem Schicksal der jüdischen Gemeinden Osteuropas. Die wirtschaftliche Situation wurde ebenso beleuchtet wie die Ursachen der Immigration in den Westen. Die Vortragsreihe behandelt den ambivalenten Begriff "Ostjuden" in seinem historischen Kontext, die Stadt Brody als komplexen Schauplatz galizisch-jüdischer Kultur und zwei Hauptziele der Migration mit ihren Erfolgsgeschichten und Schattenseiten.
In Koop. mit dem Institut für jüdische Geschichte Österreichs
Gefördert von AK-Wien
Siehe auch FV221 b/c/d

Geschichte und Gesellschaft

Freimaurerei in Österreich

23.02.2012, Jüdisches Institut für Erwachsenenbildung

1. Vortrag: Freimaurerei und Sozialreform in Österreich 1918 bis 1938

Die österreichische Freimaurerei vor und nach dem Ersten Weltkrieg war pazifistisch, sozialreformerisch und internationalistisch ausgerichtet. Ihre Mitglieder gehörten zu den Gründern der Österreichischen Friedensgesellschaft, des Wiener Volksbildungsvereins, des Vereins "Freie Schule", der Vereine "Be-
reitschaft" und "Allgemeine Nährpflicht", der Ethischen, der Sozialpädagogischen und der Soziologischen Gesellschaft oder auch der Österreichischen Liga für Menschenrechte und der Paneuropäischen Union.

2. Vortrag: Österreichische Freimaurer im Nationalsozialismus

Im Gegensatz zu Deutschland waren die österreichischen Freimaurer der Zwischenkriegszeit mehrheitlich jüdischer Herkunft und proeuropäisch orientiert. Unmittelbar nach dem "Anschluss" 1938 inhaftierte die SS führende Freimaurer und nötigte sie zur Übergabe des Logenbesitzes. Nichtjüdischen Mitgliedern bot das NS-Regime die Möglichkeit zur Anpassung, es gab aber auch Einzelfälle von aktivem Widerstand. Zum Verräter mutierte Kurt Reichl, der als Informant für den Ständestaat und danach für das NS-Regime arbeitete. Im Exil entstanden Logen nach österreichischem Vorbild in New York und Buenos Aires, in London und Sidney wurde dies verhindert, in Jerusalem und Tel Aviv schlossen sich die Entkommenen deutschen Logen an. Dank amerikanischer Hilfe gelang bereits 1945 die Neugründung der Großloge in Wien.

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