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Großer Wagen und kleiner Bär

15.01.2018 Grießner Petra

So beeindrucken Sie Ihr Date unterm Sternenhimmel

Im Planetarium sehen Sie den Sternenhimmel, wie Sie ihn noch nie gesehen haben!
Ein lauer Abend, ein wundervoller Sternenhimmel und du möchtest deiner neuen Flamme beim Suchen von Sternbildern näherkommen? Das kann ja nicht so schwer sein, dachte ich mir und  habe mich für dich auf die Suche nach den Sternen gemacht und bin ins Wiener Planetarium gegangen.

Gespannt sitze ich im Kuppelsaal, das Licht geht aus und binnen Sekunden entsteht über mir der wohl beeindruckenste Sternenhimmel, den man sich vorstellen kann. Außer in einer Wüste sieht man wohl selten so viele Sterne auf einmal. 

Ich höre Worte wie Himmelsäquator, Nordhimmel, Präzisionskreis und Ekliptik. Und viele schöne Geschichten aus der griechischen Mythologie, die den Sternbildern ihre klingenden Namen gaben wie etwa Kassiopeia, großer und kleiner Bär, Aulantis, Pegasus, Leier oder Kranich.

Ich weiß jetzt tatsächlich ein paar beeindruckende Dinge über das Universum.

Hier eine kleine Liste meiner persönlichen Highlights:

  • Unsere Erde ist rund 4,6 Milliarden Jahre alt.
  • Sämtliche Sterne in der Umgebung der Erde sind komplett vermessen. Wir wissen, wie sie zusammengesetzt sind, wie weit weg sie sind, wie ihre chemische Zusammensetzung ist und noch einiges mehr.
  • Tierkreiszeichen und Tierkreissternbilder sind nicht dasselbe. Stand die Sonne vor etwa 2000 Jahren am 1. Dezember im Sternbild Schütze, steht sie heute am 1. Dezember im Skorpion. Die Astrologie hat diese Verschiebung der Position der Sonne durch die Präzession der Erdachse nicht berücksichtigt, aus Sicht der Astrologie steht die Sonne am 1. Dezember immer noch im Schützen, das Tierkreiszeichen ist also Schütze, obwohl die Sonne längst im Skorpion steht.
  • Als Ekliptik wird die Ebene der Erdbahn bezeichnet, also die Ebene, in der die Erde um die Sonne kreist.
  • Der in den Weltraum hinaus projizierte Äquator heißt Himmelsäquator. Die Schnittpunkte zwischen der Ekliptik und dem Himmelsäquator sind der Frühlingspunkt und der Herbstpunkt. 
  • Am Himmel können wir das sogenannte Frühlings- und Sommerdreieck, das Herbstviereck und das Wintersechseck sehen.
  • Der Herbst ist die „saure Gurkenzeit“ fürs Sterneschauen ;-)
  • Ein platonisches Jahr dauert 25.000 Jahre.


Und was ich am schönsten fand: das goldene Tor der Ekliptik – klingt das nicht einfach himmlisch? Wo genau es ist, weiß ich zwar schon nicht mehr, aber was solls. Mein Tipp also: Gemeinsam ins Planetarium gehen! Sterneschauen ist zu zweit ja ohnehin noch schöner.