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Beruflich umorientieren – aber wie?

Berufsreifeprüfung-Absolvent Kenan erzählt seine Geschichte

14.08.2019
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Kenan wollte eine berufliche Veränderung. Mit der Berufsreifeprüfung ist es ihm gelungen sein Potenzial auszuschöpfen und beruflich einen neuen Weg einzuschlagen. Er erzählt uns, wie es ihm dabei gegangen ist.
Kenan ist im Jahr 2000 mit seinen Eltern von der Türkei nach Wien gezogen. Zuerst kam er in eine Hauptschule, von der er dann wegen seiner guten Noten in eine Handelsakademie wechseln konnte. Als er im zweiten Jahr angefangen hat in der Regionalliga Fußball zu spielen, hat er die Schule vernachlässigt und musste nach zwei Jahren die Schule verlassen. Eine Sportverletzung hat ihm obendrein seine Aufstiegschancen im Fußball zunichtegemacht, sodass er sich neuorientieren musste. Er hat dann die Lehre zum Baumaschinentechniker gemacht. Die Arbeit war sehr abwechslungsreich, er konnte sich jedoch nicht vorstellen sein ganzes Leben lang dieser Tätigkeit nachzugehen, da es nicht sein Traumjob war.

Kenan erzählt im Interview, wie er es geschafft hat sich über Umwege beruflich umzuorientieren.

VHS: Du hast ja die Berufsreifeprüfung an der VHS gemacht. Erzähl uns doch, warum?

Kenan: Als ich bei der Stadt Wien noch als „Parksheriff“ gearbeitet habe, hatte ich das Ziel, mit der Berufsreifeprüfung beruflich aufzusteigen. Außerdem wollte ich mich persönlich weiterentwickeln. Durch die Weiterbildung habe ich angefangen viel zu lesen, vor allem Tageszeitungen, um über das aktuelle politische Geschehen informiert zu sein. Ich habe dann sogar im Fach Politische Bildung maturiert, obwohl ich davor nie Interesse an Politik hatte.

VHS: Was hat dir die Berufsreifeprüfung gebracht und wie hat sich dein Leben dadurch verändert?

Kenan: Seit dem Abschluss der Berufsreifeprüfung hat sich einiges getan. Ich bin mittlerweile nicht mehr als „Parksheriff“ tätig und jetzt bei einem Unternehmen beschäftigt, das mich in den nächsten 10 Monaten zum Lokführer ausbildet und mich danach fix in den Dienst übernimmt. Ich werde dann ab Mitte nächsten Jahres Güterzüge zwischen Österreich, Deutschland und Ungarn befördern.

VHS: Wie hat dein Leben während der Ausbildung ausgesehen?

Kenan: Die Berufsreifeprüfung war neben der Arbeit schon sehr zeitintensiv, deswegen bin ich im zweiten Jahr auf Bildungskarenz gegangen. Das kann ich nur jedem empfehlen! Aber solange man das Ziel vor Augen hat, ist es auch neben der Arbeit machbar. Egal ob berufsbegleitend oder nicht, man muss auf jeden Fall ehrgeizig, selbstständig und motiviert sein.

VHS: Welchen Tipp kannst du anderen geben, die sich auch dafür interessieren?

Kenan: Man sollte keine Angst haben und einfach drauf los starten. Die Lehrer sind hilfsbereit und begegnen den Kursteilnehmern auf gleicher Augenhöhe. Die Gruppen bestehen aus 10-12 Personen, die alle motiviert sind und auf das gleiche Ziel hinarbeiten, nämlich die Prüfungen zu bestehen. An der VHS kann man sich die Kurse selbst einteilen und bestimmen welches Fach wann kommt, also gibt es keine Ausrede es nicht zu versuchen.

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