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Ab ins Freie!

Nicht nur wir drängen wieder ins Freie, auch unsere Pflanzen freuen sich darauf, ihr Winterquartier zu verlassen. Hier finden Sie Tipps, wie die Übersiedelung gut klappt.

13.05.2020
"Exoten" wie der Hibiskus mögen keinen Nachtfrost.
Die Sonne scheint, die Tage werden wärmer doch ist es zwischendurch auch im Mai noch empfindlich kühl. Wer seine Kübelpflanzen erst nach den so genannten Eisheiligen aus ihrem Winterquartier holt, ist damit gut beraten. Nach der Bauernregel sind die Eisheiligen - Pankraz am 12. Mai, Servaz 13. Mai, Bonifaz am 14. Mai und schließlich die "kalte Sophia" am 15. Mai. Da jedoch im Jahr 1582 der Kalender reformiert wurde, liegt das jeweilige Datum etwa zehn Tage hinter dem Namenstag der Wetterheiligen.

Frostige Nächte können Pflanzen stark schädigen. Falls möglich und die Kübelpflanzen nicht zu schwer sind, stellen Sie sie an milden Tagen im zeitigen Frühjahr ins Freie und holen sie abends wieder ins Haus. Ab Mitte bis Ende Mai können die Pflanzen dann ganz in Freien bleiben.

Besonders exotische Pflanzen wie Hibiskus, Schönmalve, Orangenbaum oder Engelstrompete sollten erst im Freien bleiben, wenn die Temperaturen in der Nacht nicht mehr unter 5 Grad fallen.

Kübelpflanzen, die kühlere Temperaturen vertragen, sind Echter Lorbeer, Feigen, Palmen und Oliven. Je kühler das Winterquartier war, desto schneller können sich die Pflanzen an die Außentemperaturen anpassen.

Vor dem Übersiedeln nicht gießen und gut pflegen

  • Gießen Sie einige Tage vor dem Umzug ins Freie nicht mehr, denn Pflanzen mit angetrocknetem Erdballen sind leichter zu transportieren.
  • Kontrollieren Sie die Pflanzen vor dem Umräumen auf Schädlinge oder Krankheiten.
  • Schneiden Sie abgestorbene Äste und Blätter ab.
Die meisten Pflanzen können durchaus einen stärkeren Rückschnitt vertragen. Schneiden Sie dabei immer knapp über den seitlichen Austrieben oder Augen. Ein Rückschnitt regt den Neuaustrieb an und macht die Pflanze besser transportierbar.

Vor Sonne schützen

Beim Rausstellen sollen die Pflanzen zuerst eine Woche im Schatten, am besten in der Nähe der Hausmauer stehen. Die Pflanzen haben im Winterquartier weniger Licht bekommen und sind die Sonneneinstrahlung nicht mehr gewöhnt. Nach weiteren zwei Wochen im Halbschatten haben sie sich meist wieder an die Sonne gewöhnt. Wählen Sie den fixen Standort nach den Lichtansprüchen Ihrer Pflanze - manche vertragen keine pralle Sonne.

Pflanzen stärken

Nach dem Eingewöhnen können Sie die Pflanze düngen. Verwenden Sie am besten organischen Dünger und achten Sie auf die Angaben zur maximalen Düngermenge. Sie können statt Flüssigdünger auch organischen Langzeitdünger verwenden. Empfehlenswerte Produkte finden Sie in der„biologisch gärtnern“ - Produktdatenbank von DIE UMWELTBERATUNG.

Mit regelmäßigen Gaben von Pflanzenstärkungsmitteln wie Zinnkrauttee oder Algenpräparaten während der Vegetationszeit werden die Pflanzen robust und widerstandfähig und können die nächsten Wintermonate besser überstehen.

Wir danken unseren Kolleg*innen von DIE UMWELTBERATUNG.
Gerne können Sie sich persönlich beraten lassen: Telefonisch unter der Nummer 01 803 32 32 oder per E-Mail an service@umweltberatung.at