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Johanna Dohnal

In der Reihe: Feministische Geschichte in Bewegung

08.03.2021
Johanna Dohnal | Quelle: Johanna-Dohnal-Archiv
Ab 8. März werden wir hier im VHS Bildungsblog wöchentlich Frauen porträtieren, deren Biografien maßgeblich Einfluss auf die Geschichte und Gesellschaft unserer Stadt hatten und haben.

Geschichten von und über Frauen wurden über Jahrhunderte unterdrückt, nicht erzählt, vergessen. Seit 1911 wird jährlich am 8. März, dem Internationalen Frauentag auf die Rechte der Frauen und den Kampf um Geschlechtergerechtigkeit aufmerksam gemacht. Wir nehmen dieses bedeutsame Datum zum Anlass, ein Jahr lang vergangene Kämpfe um Gleichberechtigung und deren Protagonist*innen vorzustellen sowie das Schaffen aktueller Feminist*innen zu würdigen.
#feministischegeschichteinbewegung 
Zum heutigen Frauentag starten wir mit einem Beitrag zu Johanna Dohnal!

Feministische Geschichte in Bewegung | Women on the Rise – reloaded

Als Basis dieser Beitragsreihe dient die Ausstellung „Women on the Rise“, welche im Rahmen der europäischen Grundtvig Lernpartnerschaft „Unlearned lessons“ von 2012 bis 2014 entstand. In der Ausstellung werden mutige, kämpferische Frauen im 19. und 20. Jahrhundert vorgestellt, ihre Biografien beschrieben und ihr Einfluss auf Wissenschaft, Bildung, Politik und Gesetzgebung sowie in Kunst und Kultur hervorgehoben. Ihr Anteil am Kampf für ein gleichberechtigtes Leben soll nicht vergessen werden!
Doch auch das Heute und Morgen der feministischen Geschichte wird beleuchtet – so werden ausgewählte Biografien der Ausstellung mit zeitgenössischen Porträts feministischer Protagonist*innen ergänzt. Ein Jahr lang wird wöchentlich Geschichte in Form einer publizierten Kurzbiografie geschrieben – denn: Jeder Tag ist Frauentag!
Hier können Sie in der gesamten Ausstellung "Women on the Rise" blättern:

Johanna Dohnal

1939 – 2010
Feministin, Politikerin, Ikone der Frauenbewegung

Ihr lebenslanger Einsatz für die Rechte der Frauen in Gesellschaft und Politik brachte ihr neben Bewunderung auch viel Häme und Kritik ein.
Sie selbst beschreibt den Feminismus so: 
„Die Vision des Feminismus ist nicht eine ‚weibliche Zukunft‘. Es ist eine menschliche Zukunft. Ohne Rollenzwänge, ohne Macht- und Gewaltverhältnisse, ohne Männerbündelei und Weiblichkeitswahn“ (Dohnal 2004)
1979 Staatssekretärin für allgemeine Frauenfragen
1990 Erste Ministerin Österreichs für Frauenfragen
In vielen Gesetzen spiegelt sich ihr großer Einfluss wieder: 
  • der Strafbarkeit bei Abtreibungen verbunden mit einer Fristenregelung
  • Gleichberechtigung von Frauen in der Familienrechtsreform
  • Gleich- oder Besserstellung unehelicher Kinder Erbrecht der Ehegattin
  • Gleichbehandlung bei der Entgeltfestsetzung, u. v. m.