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Wir stellen vor: Planetarium Wien, Kuffner und Urania Sternwarte

Begleiten Sie uns auf einer Rundreise durch Wien und die VHS Standorte und spezialisierten Einrichtungen.

10.08.2021
Außenansicht des Wiener Planetarium.
Das Wiener Planetarium am Praterstern. | © Planetarium Wien
Gemeinsam Sternderl schauen!

Drei astronomische Einrichtungen sind Teil der Wiener Volkshochschulen: Das Planetarium Wien, die Urania Sternwarte und die Kuffner Sternwarte.

Kaum jemand kann sich dem Reiz der Sterne entziehen und die Mitarbeiter*innen machen Astronomie erlebbar und ihre Begeisterung greift auf die Besucher*innen über. Himmelsforscher*innen finden hier alles, was das Herz begehrt: Modernste Technik, eine Sternenkuppel und unglaublich beeindruckende Teleskope.

Planetarium Wien

Ganz zentral, direkt am "Stern", wie die Wiener*innen den Praterstern liebevoll nennen, steht das Planetarium Wien. Schon seit 1964 zieht es die Besucher*innen in den Bann und wohl jede*r kommt immer wieder. Hier erfährt man alles über Astronomie und physikalische Zusammenhänge des Universums.

Im Planetarium schaut man zwar auf einen künstlichen Himmel, was vielleicht nicht ganz so romantisch ist, dafür ist es dort ganz egal, ob es ein bewölkter, regnerischer oder schöner Tag ist. Und weil auch die Lichtverschmutzung keine Rolle spielt, strahlen die Sterne ganz hell und der Planetariumsprojektor zeigt alle Sterne, so wie sie tatsächlich am Himmel stehen.
In spannenden Shows erfährt man, wie Sterne und Sternbilder entstehen, wie man sich am Himmel orientieren kann und die Mythologie einzelner Sternbilder.

Kommen Sie mit uns auf eine Reise zu den Sternen, erfahren Sie mehr über Dunkle Materien, Hidden Stars und Schwarze Löcher.

Werfen Sie in unserem Video einen Blick ins Planetarium.

Events und private Führungen

Wer einem Kind einen besonderen Geburtstag bereiten möchte, der kann ihm eine Party im Planetarium schenken: Zur Wahl stehen Raketen-, Astronauten- und Weltraumparty. Ein unvergesslicher Nachmittag ist garantiert.
Hier finden Sie alle Informationen zu Kindergeburtstagen im Planetarium Wien.

Aber nicht nur die Kleinen können hier Feste feiern, auch Erwachsene können Events veranstalten und Privatvorführungen für Arbeitskolleg*innen, Familie und Freunde buchen. Und wer seine*n Liebsten überraschen möchte, der kann zum Dinner unter Sternen einladen.
Alle Informationen zu Events und mehr finden Sie hier.

Das Planetarium Wien, die Kuffner und die Urania Sternwarte ermöglichen außerdem Kindergartengruppen und Schulklassen himmlische Veranstaltungen.
Alle Informationen für Kindergartengruppen und Schulklassen finden Sie hier. 

Show und zum Perseidenschauer

Der schönste Meteorschauer des Jahres steht bevor! Die Perseiden sind jedes Jahr im Zeitraum von Mitte Juli bis in die dritte Augustwoche sichtbar und erreichen ihren Höhepunkt um den 12. August 2021. Dazu gibt es im Planetarium eine Show: „5 Sternbilder in 1 Stunde - Sonderedition Perseiden“. Dort werden alle wichtigen Infos zu diesem astronomischen Highlight erzählt und wirft einen Blick darauf, was es sonst noch am Nachthimmel zu entdecken gibt.

Urania Sternwarte

Diese Sternwarte ist im Herzen der Stadt zu finden und wohl jeder kennt sie. Die Sternwarte am Dach der Wiener Urania ist Österreichs älteste und zugleich modernste Volkssternwarte. Für die Himmelsbeobachtung wird die Kuppel geöffnet und mit einem leistungsfähigen automatischen Doppelteleskop sieht man trotz der Helligkeit der umgebenden Stadt Sonne, Mond und die hellen Planeten.

Kuffner Sternwarte

Im 16. Bezirk, am westlichen Stadtrand von Wien, liegt die historische Kuffner Sternwarte aus dem 19. Jahrhundert. Sie demonstriert eindrucksvoll, wie in der Astronomie vor mehr als 125 Jahren geforscht wurde. Heute noch kann mit den historischen Instrumenten den Nachthimmel wie damals beobachtet werden. Die detailgetreu restaurierten astronomischen Instrumente und das Flair des historischen Gebäudes sind ein besonderes Erlebnis.
Der Große Refraktor (270/3400mm) wurde 1886 auf der Sternwarte aufgestellt und ist heute das drittgrößte Linsenfernrohr in Österreich.

Private Führungen auf den Sternwarten

Auf der Urania Sternwarte und der Kuffner Sternwarte sind Privatführungen möglich.
Bei Schönwetter bekommt man einen etwa 30-minütigen Vortrag, im Anschluss daran können mit den Teleskopen eine Stunde lang Sterne und Planeten beobachtet werden. Untertags kann man die Sonne betrachten: Mit speziellen Schutzfiltern sieht man Sonnenflecken und Gasausbrüche auf ihrer Oberfläche. Nach Sonnenuntergang werden Mond, Planeten sowie Sternhaufen und Doppelsterne ins Visier genommen.

Video

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Fakten-Check zum Perseidenschauer

Jedes Jahr sind von Mitte Juli bis Mitte August unzählige Sternschnuppen zu sehen. Warum eigentlich? Wir haben bei den Astronom*innen des Planetarium Wien nachgefragt.

Was ist beziehungsweise sind Perseiden?
Bei den Perseiden handelt es sich um einen Meteorschauer oder einfacher gesagt einen Sternschnuppenregen, der jedes Jahr Mitte August sein Maximum erreicht.

Warum tragen sie den Namen Perseiden?
Den Namen Perseiden trägt der Meteorstrom deshalb, da die Leuchterscheinungen am Himmel aus der Richtung des Sternbilds Perseus zu kommen scheinen. Perseus ist ein Held der griechischen Mythologie, ein Sohn des Zeus.

Woher kommen die Meteore?
Meteore sind leuchtende Erscheinungen am Himmel: Kleine Felsbrocken beziehungsweise Steine fallen aus dem Weltall auf die Erde. Tritt ein Meteorit in die Erdatmosphäre ein, wird er von dieser stark abgebremst. Dabei entwickelt sich eine sehr große Hitze und der Meteor verglüht – meist in weniger als einer Sekunde. Die dabei entstehenden Lichtstreifen sind dann als die uns bekannten Sternschnuppen am Himmel zu sehen.

Warum ist der Sternschnuppenregen jedes Jahr zu sehen?
Die Bahnen von Meteoren lassen sich im Regelfall nicht vorausberechnen. Im Fall der Perseiden können wir dies sehr wohl. Grund dafür ist ein anderes Objekt, das sich durch unser Sonnensystem bewegt: Ein Komet ist ein Himmelskörper aus Wassereis, Gas und Staub, der sich auf stark elliptischen Umlaufbahnen um die Sonne befindet. Jedes Mal, wenn ein Komet die Sonne umkreist, wird ein Teil dieses „schmutzigen Schneeballs“ erwärmt und verdampft. Dabei verliert dieser einige Steinchen auf seiner Umlaufbahn. In manchen Fällen, so zum Beispiel im Falle des Kometen 109P/Swift-Tuttle, der für die Perseiden verantwortlich ist, kreuzt diese Umlaufbahn die Erdbahn. Die Erde bewegt sich nun auf ihrer Bahn um die Sonne einmal im Jahr durch dieses Feld aus Steinen, das der Komet hinterlassen hat. Dabei stürzen einige Stücke dieses kosmischen Geröllfelds auf die Erde und verglühen.

Wie ist es anderswo auf der Erde, beispielsweise in Australien, Japan oder Kanada?
Der Meteorschauer kann auch von anderen Orten der Erde aus beobachtet werden. Dazu muss natürlich zum einen der Himmel dunkel sein, zum anderen sollte der Radiant des Meteorschauers (der Punkt am Himmel von dem diese zu kommen scheinen) über dem Horizont stehen. Sollten Sie sich also gerade auf Urlaub in Australien oder Neuseeland befinden, lohnt sich auch hier ein Blick in den Nachthimmel Mitte August.

Wo kann ich sie am besten sehen?
Am besten sucht man sich ein Plätzchen mit einem freien Blick nach Nord-Nordost. Idealerweise sollte man sich nicht in der Nähe einer Stadt befinden, da diese mit ihren vielen Lichtern den Nachthimmel künstlich erhellt und viele der Meteore überstrahlt. Doch auch mitten in Wien hat man natürlich die Chance, bei gutem Wetter ein paar Sternschnuppen zu erhaschen, etwa auf der Kaiserwiese vor dem Planetarium.
Die beste Zeit um die Perseiden zu beobachten ist allerdings dann, wenn die Nacht am dunkelsten ist, in den frühen Morgenstunden – also am besten für die Beobachtung Decke, Polster und natürlich die*den Liebste*n einpacken!