VHS Präsenzkurse und Veranstaltungen bleiben bis voraussichtlich inkl. 12.12.2021 ausgesetzt. Nähere Infos finden Sie unter www.vhs.at/corona
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Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

Ein Thema, das uns als Gesellschaft fordert.

25.11.2021
Wer betroffen ist oder jemanden kennt, kann sich anonym an die Frauen-Helpline wenden. Telefonisch erreichbar unter der Nummer 0800 222 555 | © VHS/Irene Wölfl
Jede fünfte in Österreich lebende Frau ist körperlicher, psychischer oder sexueller Gewalt ausgesetzt. In den Phasen der Lockdowns hat sich in größeren Städten Österreichs die Zahl der gemeldeten Fälle von häuslicher Gewalt erhöht.

Wer betroffen ist oder jemanden kennt, kann sich anonym an die Frauen-Helpline wenden – auch ein HelpChat steht zur Verfügung.

Im Fall akuter Gewalt sind folgende Nummer wichtig:
Nummer Polizei: 133 oder 112
SMS Polizei: 0800 133 133 (auch Notruf für Gehörlose)
Frauenhelpline: 0800 222 555

Hier finden Sie die Österreichischen Frauenhäuser.
Die Kampagne der Vereinten Nationen "Orange The World" findet jährlich zwischen dem 25. November, dem "Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen" und dem 10. Dezember, dem "Internationalen Tag der Menschenrechte", statt. Weltweit erstrahlen darum Gebäude in oranger Farbe, um gemeinsam ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen und damit zur Enttabuisierung dieses Themas beizutragen. In Österreich machen verschiedene Kunstprojekte auf das Thema aufmerksam. Zur UN-Kampagne.
"16 Tage gegen Gewalt an Frauen" jährt sich heuer bereits zum 30. mal. Weitere Informationen dazu finden Sie hier: 16 Days of Activism Against Gender Violence

Vortrag

Am 14. Dezember ist ein Vortrag zu diesem Thema geplant: Häusliche Gewalt in Krisensituationen. Corona 2020/21 - Die Auswirkungen auf Frauen und Kinder.
Den Vortrag hält Maria Rösslhumer. Sie ist Politikwissenschafterin, Geschäftsführerin des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser, Leiterin der Frauenhelpline gegen Gewalt, Vorstandsmitglied des Österreichischen Frauenrings und Gewalt- und Genderexpertin. Details finden Sie hier: Häusliche Gewalt in Krisensituationen. Corona 2020/21 - Die Auswirkungen auf Frauen und Kinder.

Hintergrund des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

Der Gedenk- und Aktionstag geht auf die Ermordung der drei Schwestern Patria, Minerva und María Teresa Mirabal zurück. Am 25. November 1960 wurden die drei Frauen in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst getötet. Sie waren Mitglied der „Bewegung des 14. Juni“, die den Diktator Rafael Trujillo stürzen wollte.

Auf einem Treffen lateinamerikanischer und karibischer Feministinnen in Bogotá, Kolumbien im Jahr 1981 würdigten die Teilnehmerinnen diese Frauen und riefen ihr Todesdatum zum Gedenktag für die Opfer von Gewalt an Frauen und Mädchen aus. Seit 1999 ist der 25. November auch von den Vereinten Nationen als offizieller internationaler Gedenktag anerkannt.

Alljährlich soll mit dem internationalen Gedenk- und Aktionstag das öffentliche Interesse auf die Gewalt gegen Frauen gelenkt werden und Strategien zur Bekämpfung in den Mittelpunkt rücken.