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60 Jahre funkelnde Sterne im Planetarium Wien

Seit 60 Jahren begeistert das Planetarium Wien Besucher*innen mit faszinierenden Reisen in die unendlichen Weiten des Universums.

13.06.2024
Sternenhimmel mit Projektor. Text im Bild: 60 Jahre Planetarium Wien! Mit den Sternen um die Wette strahlen
„Wir freuen uns sehr, dass wir mit unseren Shows nicht nur die Sterne in der Planetariumskuppel funkeln lassen, sondern auch die Augen der Besucher*innen zum Leuchten bringen, wenn sie die Reise in das Universum antreten“, so Michael Feuchtinger. | © VHS

60 Jahre Planetarium Wien

Das Planetarium der Wiener Volkshochschulen feiert dieses Jahr sein 60-jähriges Jubiläum. Seit seiner Eröffnung am 20. Juni 1964 spielt es eine wichtige Rolle in der Wissensvermittlung in Wien und zählt zu den modernsten Planetarien Europas.
Über die Jahrzehnte hinweg reisen unzählige Besucher*innen in die faszinierende Welt der Astronomie: Vorträge und Events entführen Alt und Jung in die unendlichen Weiten des Kosmos und wecken nicht nur das Interesse an Astronomie, sondern machen Wissenschaft auch der Wiener Bevölkerung niederschwellig zugänglich. Durch modernste Technik und liebevoll gestaltete Shows ist das Planetarium Wien damals wie heute ein Publikumsmagnet. 

Bewegte Geschichte und moderne Innovation

 Foto vom alten Planetarium
Das allererste Wiener Planetarium wurde bereits am 7. Mai 1927 vor dem heutigen Museumsquartier für die Ausstellung „Wien und die Wiener“ eröffnet und beherbergte den weltweit zweiten Sternenprojektor der Firma Carl Zeiss. | © unklar
 Planetarium am Prater mit Personen davor
Am 8. Jänner 1930 erfolgte die Neueröffnung des Wiener Planetariums am Praterstern, wo es bis Mitte März 1945 bestand. | © Österreichisches Volkshochschularchiv
 altes Planetarium am Prater
Von 1930 bis 1945 befand sich das Planetarium schon im Prater. | © Österreichisches Volkshochschularchiv
 altes Planetarium am Prater
Schon damals wurde das Planetarium viel besucht. | © Österreichisches Volkshochschularchiv
 Zerstörte Planetariumskuppel
März 1945: Zerstörung des Planetariums | © Österreichisches Volkshochschularchiv
 Neues Planetarium 1964
20. Juni 1964: Eröffnung des neuen Wiener Planetariums im Prater nach zweijähriger Bauzeit. | © Österreichisches Volkshochschularchiv
 altes Schaltpult des Planetariums
Steuerpult des Planetariums von 1964 bis 2000. | © Österreichisches Volkshochschularchiv
 Alte Sternenprojektor mit Sternenhimmel im Hintergrund
Von 1964 bis 2000 beherbergte das Planetearim den weltweit zweiten Sternenprojektor der Firma Carl Zeiss (MK VI Projektor), nachdem 1961 der erste seiner Bauart in München installiert worden war. | © Österreichisches Volkshochschularchiv
 Zwei Personen auf der Kuppel des Planetariums im Hintergrund das Riesenrad.
2000: Umfassende Modernisierung der gesamten Kuppeltechnik sowie die Neugestaltung des Kuppelsaales. | © Österreichisches Volkshochschularchiv
 Der neue Projektor des Planetariums. Im Hintergrund ein Sternenhimmel mit Nebel
Seit Herbst 2002 besitzt das Wiener Planetarium mit dem Universarium (Modell IX) von Carl Zeiss Jena den derzeit modernsten Sternenprojektor der Welt. | © Österreichisches Volkshochschularchiv
 Projektor, im Hintergrund der Katzenpfotennebel
Seit 2018 beschert ein topaktuelles Fulldome Projektionssystem der Firma Zeiss den Besucher*innen gestochen scharfe Bilder in höchster Auflösung. Mit der Kombination des optomechanischen Sternenhimmels und der digitalen Videoprojektion werden die Besucher*innen auf atemberaubende Reisen durch die Weiten des Weltalls mitgenommen. | © VHS
Der Wiener Prater war nicht der erste Standort eines Planetariums in Österreichs Hauptstadt. Das allererste Wiener Planetarium wurde bereits am 7. Mai 1927 vor dem heutigen Museumsquartier für die Ausstellung „Wien und die Wiener“ eröffnet und beherbergte den weltweit zweiten Sternenprojektor der Firma Carl Zeiss, nachdem 3 Jahre zuvor der erste seiner Bauart in München installiert worden war.
Am 8. Jänner 1930 erfolgte die Neueröffnung des Wiener Planetariums am Praterstern, wo es bis Mitte März 1945 bestand, schließlich aber geschlossen werden musste.
Fast zwanzig Jahre vergingen, bis am 16. Juni 1962 der damalige Wiener Bürgermeister Franz Jonas den Grundstein für das neue Planetarium legte. Der neue Standort befand sich neben dem berühmten Wiener Riesenrad im Eingangsbereich des Praters. Nach zweijähriger Bauzeit wurde das Planetarium im Juni 1964 eröffnet.
Im Sommer 2000 erfolgte eine umfassende Modernisierung der gesamten Kuppeltechnik sowie die Neugestaltung des Kuppelsaales.
Seit Herbst 2002 besitzt das Wiener Planetarium mit dem Universarium (Modell IX) von Carl Zeiss Jena den derzeit modernsten Sternenprojektor der Welt. Durch ein kürzlich erfolgtes Upgrade auf LED als Beleuchtungseinrichtung funkeln die Sterne und Planeten noch brillanter und zugleich mit geringerem Energieverbrauch. Der Sternenprojektor stellt den „normalen“ Sternenhimmel messerscharf, brillant und naturgetreu dar und sorgt regelmäßig für Staunen im Publikum.
Seit 2018 beschert ein topaktuelles Fulldome Projektionssystem der Firma Zeiss den Besucher*innen gestochen scharfe Bilder in höchster Auflösung. Mit der Kombination des optomechanischen Sternenhimmels und der digitalen Videoprojektion werden die Besucher*innen auf atemberaubende Reisen durch die Weiten des Weltalls mitgenommen.
2023 wurde das Projektionssystem mit der Visualisierungs-Software „Zeiss UNIVIEW“ erweitert, was sowohl für den Veranstaltungsbetrieb als auch für die hauseigene Showproduktion einen Meilenstein bedeutet. Zeiss UNIVIEW erlaubt den Echtzeit-Zugriff auf umfangreiche wissenschaftliche Daten aus Astronomie, Astrophysik und Geophysik und bietet anschauliche und beeindruckende Darstellungen. Es ermöglicht, sich gemeinsam mit dem Publikum interaktiv im gesamten Universum zu bewegen, über den Mond zu spazieren oder durch das Sonnensystem zu reisen.

Die Erhaltung und Modernisierung der Geräte ist für die Wissensvermittlung zentral, um den Besucher*innen ein beeindruckendes und immersives Erlebnis zu bieten. Von den frühen Projektionen der Sterne bis hin zu hochmodernen digitalen Shows hat das Planetarium stets den Fortschritt der Technik genutzt, um die Wunder des Universums zugänglich zu machen.

Historischer Überblick:
  • 7. Mai 1927: Eröffnung des allerersten Wiener Planetariums vor dem heutigen Museumsquartier für die Ausstellung "Wien und die Wiener" mit dem weltweit zweiten Sternenprojektor der Firma Carl Zeiss, nachdem 3 Jahre zuvor der erste seiner Bauart in München installiert worden war. 
  • 8. Jänner 1930: Neueröffnung des Wiener Planetariums am Praterstern, wo es bis Mitte März 1945 bestand, schließlich aber geschlossen werden musste.
  • März 1945: Zerstörung des Planetariums 
  • 16. Juni 1962: Grundsteinlegung des neuen Planetariums durch den damalige Wiener Bürgermeister Franz Jonas.
  • 20. Juni 1964: Eröffnung des neuen Wiener Planetariums im Prater nach zweijähriger Bauzeit.
  • 2000: Umfassende Modernisierung der gesamten Kuppeltechnik sowie die Neugestaltung des Kuppelsaales.
  • Herbst 2002: Projektor Universarium (Modell IX) von Carl Zeiss Jena – der derzeit modernste Sternenprojektor der Welt (kürzlich erfolgte ein Upgrade auf LED)
  • Seit 2018: Fulldome Projektionssystem der Firma Zeiss
  • 2023: Das Projektionssystem wurde mit der Visualisierungs-Software „Zeiss UNIVIEW“ erweitert. 

Shows mit Kultstatus und innovative neue Formate 

Das astronomische Standardportfolio des Planetariums besteht zum überwiegenden Teil aus live moderierten Eigenproduktionen in denen, für jede Altersgruppe passend, astronomisches und naturwissenschaftliches Wissen vermittelt wird. 
NEU ab Juli: Mission Weltall 2: Sonne, Mond und Sterne
Ein Jahr nach dem Start der Show Mission Weltall 1: Die Planeten gibt es ab Juli 2024 den zweiten Teil der erfolgreichen Kindershow im Planetarium Wien. 
Teil 1 dreht sich um unser Sonnensystem mit den acht Planeten. Nun im zweiten Teil blicken wir zur Sonne, den Sternen und zum Mond. 
  • Für Kinder von 5–8 Jahren
  • Dauer: 50 Minuten
  • Kosten: € 10,–
  • Live moderiert | Eine Produktion des Planetarium Wien
Musik und Sterne:
Ergänzt wird das astronomische Programm durch neue Formate, in welchen der Spagat zwischen astronomischer Wissensvermittlung und musikalischer Unterhaltung im klassischen und modernen Stil erfolgreich gelingt. 
  • night.sky.music
  • Planetarium in Concert
  • uvm.
Kabarett:
Selbst Liebhaber*innen des Kabaretts finden im Planetarium das richtige Angebot: Zum Beispiel, wenn Kabarettist GUNKL den Kosmos erklärt. 
Von Experimentiershows für Alt und Jung über galaktische Geburtstagsfeiern und Reisen in das Universum bis hin zu wissenschaftlichen Vorträgen und Spaziergängen – ein Besuch im Planetarium Wien ist immer ein galaktisches Erlebnis
Das ganze Programm des Planetariums Wien gibt es unter: www.vhs.at/planetarium

Jubiläumsveranstaltung: 60 Jahre Planetarium Wien | 10. Juni 2024

Seit 60 Jahren begeistert das Planetarium Wien Besucher*innen mit faszinierenden Reisen in die unendlichen Weiten des Universums. Am 10. Juni feierte das Planetarium im Beisein von Bürgermeister Dr. Michael Ludwig sein 60-jähriges Bestehen am Wiener Prater.
 Drei Personen vor dem Planetarium Wien
Bürgermeister Dr. Michael Ludwig, Michael Feuchtinger, Direktor der astronomischen Einrichtungen der VHS und VHS-Geschäftsführer Herbert Schweiger | © Christian Fürthner
 Personen in der Kuppel des Planetariums Wien. Es spricht in der Mitte der Bürgermeister der Stadt Wien.
Bürgermeister Dr. Michael Ludwig: „Seit je her fasziniert der Sternenhimmel die Menschen und inspiriert zu wissenschaftlicher Forschung und Erkenntnis. Das Planetarium Wien als Fenster zum Universum bietet seit sechs Jahrzehnten einen festen Platz der Inspiration, des Austauschs und Lernens in unserer Stadt.“ | @ Christian Fürthner
 Personen in der Kuppel des Planetariums Wien. Es spricht in der Mitte Herbert Schweiger (VHS-Geschäftsführer).
„Die Wiener Volkshochschulen haben sich dem Ziel verschrieben, wissenschaftliche Bildung und lebensbegleitendes Lernen für alle zugänglich zu machen. Das Planetarium Wien, als spezialisierte Einrichtung der Wiener Volkshochschulen, hat dabei stets entscheidend dazu beigetragen, dieses Ziel zu verwirklichen. Ob Schüler*innen, Student*innen, Erwachsene oder Senior*innen – das Planetarium öffnet allen Altersgruppen die Tore zum Universum, erweitert den Horizont und bringt viele Aha-Erlebnisse“, so Herbert Schweiger, Geschäftsführer der Wiener Volkshochschulen. | @ Christian Fürthner
 Personen in der Kuppel des Planetariums Wien. Es spricht in der Mitte der Direktor des Planetariums Wien.
„Mit modernster Technik und unseren live moderierten Shows können wir Astronomie und Wissenschaft anschaulich, unterhaltsam und verständlich vermitteln und so bei den Besucher*innen die Lust auf wissenschaftliche Auseinandersetzung wecken“, freut sich Michael Feuchtinger, Direktor der astronomischen Einrichtungen der VHS (Planetarium, Urania- und Kuffner Sternwarte). | @ Christian Frürthner
 Drei Personen mit Zimtschnecken mit Kerzen
VHS-Geschäftsführer Herbert Schweiger, Bürgermeister Dr. Michael Ludwig und Michael Feuchtinger, Direktor der astronomischen Einrichtungen der VHS. | @ VHS
 Planetariumskuppel mit Projektion
„Wir freuen uns sehr, dass wir mit unseren Shows nicht nur die Sterne in der Planetariumskuppel funkeln lassen, sondern auch die Augen der Besucher*innen zum Leuchten bringen, wenn sie die Reise in das Universum antreten“, so Michael Feuchtinger. | @ Christian Fürthner
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