Am 15. Jänner gibt unser ROCK ANTENNE Österreich Hardchor sein erstes eigenes Konzert im großen Veranstaltungssaal der VHS Favoriten. Mit dabei wird die Punk-Band „unfaehig“ der Chorleiterin Nora Bendzko sein, die ebenfalls ein komplettes eigenes Set spielen wird. Wir haben uns mit Nora und ihrem Kollegen Stefan getroffen, um mehr über dieses einzigartige Event zu erfahren.
Was ist der ROCK ANTENNE Österreich Hardchor, wie ist er entstanden und was macht ihn so besonders?
Nora: Dabei handelt es sich um einen Metal-Chor, der, wie der Name ja vorwegnimmt, eine Zusammenarbeit der ROCK ANTENNE Österreich und der Volkshochschule Favoriten ist. Er wird von der Metal-Sängerin Nora Bendzko und dem Pianisten Stefan Čelanović geleitet. Wir singen und shouten Cover von allen möglichen Hits, rangierend zwischen Lordi und Rage against the Machine, live wird das von einer Band begleitet. Bei uns manchen alle möglichen Leute mit, teils unerfahren, teils selbst mit größeren musikalischen Berührungspunkten – Hauptsache vereint in der Liebe die Sache.
Und was sollten wir unbedingt über euch wissen, Nora und Stefan?
Stefan: Ich bin 2019 nach Wien gekommen. Dabei habe ich Wissen über Harmonien nach meinem Studium von klassischem Klavier und dem Singen in mehreren Acapella-Gruppen und Chören mitgebracht. Für den Hardchor habe ich nicht nur die Arrangements geschrieben, sondern habe sie auch mit der Live-Band abgestimmt, die den Chor begleitet.
Nora: Ich kam 2014 für mein Studium nach Wien. Das war auch das Jahr, als ich begann, in meiner ersten Metal-Band zu spielen. Zuvor habe ich meine Matura in klassischem Gesang gemacht, sowie eine Grundausbildung in Jazz, Rhythm & Blues, war mehrere Jahre in einem Gospel-Chor aktiv … Es war also eine lange musikalische Reise, bevor ich mich in Wien dem Metal zuwandte, den ich schon mein ganzes Leben liebte. Über 10 Jahre habe ich mit unterschiedlichsten Partien gespielt und bringe entsprechende Erfahrung in den Hardchor ein.
Wie fühlt es sich an, bald mit dem ersten eigenen Konzert auf der Bühne zu stehen?
Stefan: Es ist tatsächlich nicht unser allererstes Konzert.
Nora: Wenn man schon seit Jahren immer wieder auf der Bühne ist, so wie Stefan und ich, wird das irgendwann ein wenig normaler. Für manche Leute vom Hardchor, die bis zu unserem ersten Konzert auf dem Maifest 2025 noch nie live aufgetreten sind, ist das natürlich eine andere Nummer.
Was erwartet eure Konzertbesucher*innen?
Stefan: Auf jeden Fall etwas, was sie so noch nicht gesehen haben. Stell dir einen typischen Chor vor, völlig in Schwarz gekleidet, der dich anschreit und anbellt. Das erlebt man nicht jeden Tag.
Nora, deine Band ist aber nicht wirklich unfaehig, oder? Wie seid ihr denn auf diesen Namen gekommen?
Nora: Es ist ein augenzwinkernder Name mit mehreren Ebenen! Wir fanden ihn passend für ein Punk-Projekt und spielen darüber hinaus mit einer Zuweisung, die Frauen und nicht-binäre Personen in der Rock- Szene manchmal immer noch gemacht wird: eh nichts draufzuhaben. Stimmt natürlich nicht. Außerdem steckt darin das Wort „Faehe“, für den weiblichen Fuchs, und „Fae“. Wir sind also „keine Feen“, die Reißzähne zeigen können.