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Das Kaleidoskop des Amos Oz

21.08.2019
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Am 28. Dezember 2018 ist der Weltliterat, Dichter, politische Denker und Aktivist Amos Oz in Jerusalem gestorben. Sein vielfältiges Schaffen und Tun ist eine Inspirationsquelle, die weit über die Grenzen Israels hin ausstrahlt. Durch die Auseinandersetzung mit der Persönlichkeit Amos Oz und seinen Büchern, können wertvolle Impulse und neue Denkanstöße auch für die christlich-jüdische Zusammenarbeit gewonnen werden.


"Eine Geschichte von Liebe und Finsternis“ ist eines der bestverkauften Bücher in hebräischer Sprache und erzählt autobiographisch die Kindheit von Amoz Oz sowie den Anfang des Staates Israel. Der Vortrag wird über dieses Buch im Kontext von zionistischer Vielfältigkeit und der jüdischen Religion diskutieren.



„Juden und Worte“. Gedanken einer katholischen Theologin zu Amos Oz und Fania Oz-Salzbergers intellektuellen Streifzügen durch die jüdische Kulturgeschichte.   

Amos Oz und Fania Oz-Salzberger verstehen und interpretieren die Bibel als Literatur und Fiktion. Die Referentin zeigt, welche Anregungen ein solch säkulares Verständnis für die christliche Theologie birgt und wozu es inspirieren kann.




Während politische Diskussionen rasch zu starren Meinungsbildern führen, kann die Dichtung mithilfe fiktiver Mittel eine dialogische Atmosphäre schaffen. In der Dichtung geht es weniger um die Frage, wie es denn gewesen ist, sondern vielmehr darum, wie es hätte sein können, oder wie es Amos Oz formulierte: "Ich weiß, dass man die Welt nicht nur mit einem Paar Augen betrachten kann."
Entlang dieses Satzes sollen wichtige Themen, Motive und Figuren aus dem Romankosmos zeitgenössischer israelischer Autoren (Amos Oz, Aharon Appelfeld, David Grossman) aufgegriffen und beleuchtet werden.


Anmeldung und Information: jife@vhs.at
Dreiteilige Vortragsreihe von 29.10. bis 12.11.2019 in Kooperation mit dem Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit