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5 Gründe warum man noch analog fotografieren soll

15.07.2019
Christina (c) Nina Kreuzinger
Analoge Fotografie war gestern? Ist out? Könnte man so sehen und gerne werden die Unterschiede zwischen analoger und digitaler Fotografie als Gegensätze gegenübergestellt. Dabei haben beide Techniken ihre Vorteile und ihren Platz.

Und deshalb feiert die analoge Fotografie nicht von ungefähr ihr Comeback. Hier ein paar Gründe für diese faszinierende Kulturtechnik, die aber auch als Handwerk durchgeht:

1.    Analoge Fotos wirken natürlich

Warum? Die Körnung eines analogen Fotos kommt der Wahrnehmung unseres Auges sehr nahe.

2.    Bewusster fotografieren

Wenn man nur 24 oder 36 Chancen hat, das Motiv einzufangen, und zudem das Ergebnis nicht gleich kontrollieren kann, geht man viel sorgfältiger vor, konzentriert sich bewusst auf Licht, Komposition, Gestaltung.

3.    Bessere Archivierung

Beim analogen Fotografieren entstehen naturgemäß weniger Fotos, es geht also schneller, gute Fotos zu sortieren, nicht gelungene Aufnahmen auszusortieren. Und: man sieht sich die auf Fotopapier belichteten Fotografien vielleicht sogar öfter einmal an. Archivierung bedeutet aber nicht nur Systematisierung, auch Haltbarkeit ist wichtig. Tatsächlich sind Negativstreifen bei richtiger Lagerung (dunkel und trocken) sehr lange haltbar. Das benötigt natürlich physischen Lagerraum, bei digitalen Medien stellt sich andererseits nach einiger Zeit die Frage der Lesbarkeit des Dateiformates.

4.    Zur Abwechslung mal ein haptisches Erlebnis

Vieles läuft digital, virtuell, auf Knopfdruck. Das ist oft praktisch und zeitsparend, aber manchmal wirklich mit Filmrollen, Chemie, Papier zu arbeiten, hat seinen eigenen Reiz. Die Materialität und Körperlichkeit des Mediums ist ein schöner Kontrast und eine inspirierende Ergänzung zu Apps, Cloud und Co.

5.    Die Magie der Dunkelkammer

Die Arbeit im Labor mit den Negativstreifen ist ein meditativer und magischer Prozess: von der Filmentwicklung über die Vergrößerung bei Rotlicht in der Dunkelkammer, bis schließlich das Bild in der Entwicklungsschale erwacht. Viele Anwendungen der digitalen Fotobearbeitung z.B. in Photoshop und Lightroom basieren zudem auf den Arbeitsschritten in der Dunkelkammer.

Haben Sie Lust auf analoge Fotografie bekommen? Dann hier eine Einschaltung in eigener Sache: die Kunst VHS startet am 19. Oktober einen Lehrgang für analoge Fotografie, Dauer 1 Semester. Mehr hier.