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Demo-Diversität – die Relevanz gelebter Demokratie in Lateinamerika

02.06.2022

ABGESAGT! Aufgrund von Erkrankung des Vortragenden musste der Vortrag leider abgesagt werden.

Im Süden Mexikos haben sich indigene Autonomieformen, die auf „usos y costumbres“ – auf Bräuche und Gewohnheiten – beruhen, formiert. Sind diese Formen gelebter direkter politischer Mitbestimmung inspirierend für das vom angelsächsischen Liberalismus geprägte Demokratieverständnis in Europa? Der weltbekannte portugiesische Soziologe Boaventura de Sousa Santos plädiert, demokratische Kultur um Erfahrungen anderer Kulturen zu diversifizieren und so zu dekolonisieren. Dabei stößt er auf erbitterten Widerstand konservativer Theoretiker*innen.
2. Juni 2022 | 18:30-20:00 Uhr | Online
Dr. René Kuppe ist Jurist, Kulturanthropologe und pensionierter Universitätsprofessor. Er beschäftigt sich mit Rechtsfragen indigener Völker und ethnischer Minderheiten und wirkte als internationaler Konsulent in Bezug auf Gesetzgebungsvorhaben und Implementierung von Landrechten indigener Völker Lateinamerikas.
© Unsplash | Jezael Melgoza

Vortragsreihe: "Von links nach rechts – Das politische Spektrum Lateinamerikas“

Wie manifestieren sich eigentlich die üblichen politischen Spektren in Lateinamerika? Gibt es Parallelen der neuen Rechten in Lateinamerika? Wie inspirieren lokale Entwicklungen – von Mexiko bis Süd-Chile – die Linken im globalen Norden und tragen zu neuen Denk- und Gesellschaftsmodellen bei? In dieser Vortragsreihe geht Univ.-Prof.Dr. René Kuppe diesen Fragen nach.