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„Wege der Versöhnung. Begegnung mit Gästen aus Kolumbien.“

Workshop für Schüler*innen

18.10.2022
Eine Kooperation des Welthaus Österreich und des Österreichischen Lateinamerika-Instituts.
© Unsplash | Flavia Carpio
In Kolumbien ist es sechs Jahre nach Unterzeichnung des Friedensabkommens noch ein weiter Weg, um den sozialen Zusammenhalt nach über 50 Jahren bewaffneten Konflikts wiederherzustellen: Der Friede ist brüchig und die gesellschaftlichen Gräben sind groß. Armut, Gewalt und die Auswirkungen der Pandemie verschärfen soziale Spannungen und Ungleichheiten. Obwohl die ständigen Konflikte das soziale Leben in Kolumbien destabilisieren, gibt es zahlreiche Versuche aus der Zivilgesellschaft, Versöhnung zwischen den Konfliktparteien zu schaffen. Trotz des Hoffnungsschimmers einer neuen Regierung, die eine Befriedung und ein gutes Leben als oberste Priorität sieht, ist ein nachhaltiger Friede noch ein weites Ziel. Es braucht treibende Kräfte in der Friedensarbeit. 
© Unsplash | Frank Meriño
Kelly Echeverry und Nelson Restrepo aus Kolumbien erzählen, wie das gelingen kann. Sie sind erfahrene Aktivist*innen und haben sich mit dem jahrzehntelangen Konflikt, seinen Ursachen und Folgen auseinandergesetzt. In der direkten Arbeit mit der Bevölkerung nutzen sie eine Vielfalt an Methoden, die sowohl die eigenen Wurzeln stärken als auch Handlungsspielräume für eine Kultur des friedlichen Miteinanders eröffnen. Die kreative Auseinandersetzung mit dem Konflikt und den Traumata soll zusätzlich eine neue Kultur der politischen Teilhabe eröffnen. Frieden ist ein Weg der täglich beschritten werden muss, um Versöhnung zu finden. In Anbetracht des Krieges in der Ukraine ist das Thema aktueller denn je. 

Inhalte und Methodik

Im Workshop lernen wir anhand interaktiver Methoden und den Berichten der Gäste, wie eine friedliche Zukunft gestaltet werden kann.
  • Kennenlernen der aktuellen politischen Situation und Menschenrechtslage in Kolumbien anhand der Arbeit der zivilgesellschaftlichen Organisationen „Friedensroute der Frauen“ (Ruta Pacífica de las Mujeres) und Conciudadania
  • Diskussion von Methoden der Friedensarbeit
  • Erkennen globaler Zusammenhänge und Parallelen von Demokratie, Frieden und politischer Teilhabe in Österreich und Kolumbien, Europa und Lateinamerika.
  • Reflexion der eigenen politischen Anschauung

Biographie der Gäste aus Kolumbien

 
 
 
Kelly Echeverry koordiniert das Netzwerk der “Friedensroute der Frauen” (Ruta Pacífica de las Mujeres). Als Historikerin und angehende Juristin setzt sie sich mit tausenden Aktivistinnen für die Einhaltung der Friedensverträge in Kolumbien ein. Im Auftrag der kolumbianischen Regierung und der eingesetzten Kommission für Wahrheitsfindung hat sie die Geschichten der Frauen dokumentiert. Sie berichtet von ihren Erfahrungen in der Friedensbewegung, der aktuellen Menschenrechtssituation und den Herausforderungen rund um die Einhaltung der Friedensverträge in Kolumbien.
 
 
  
Nelson Restrepo ist Soziologe und hat einen Master in Raumordnung. Seit vielen Jahren ist er Koordinator des Arbeitsbereichs ”Bürger*innenschaft zum Umweltschutz” der Organisation Conciudadania, einer Partnerorganisation der Dreikönigsaktion. Er begleitet Demokratisierung und politische Teilhabe bei Umweltthemen und Gemeindeprozessen. Die Sorge um die Erde als unser gemeinsames Haus und die Stärkung einer umweltbewussten Bevölkerung hängt wesentlich mit der partizipativen Stadtplanung und Raumordnung zusammen. 

Veranstaltungsort:

Österreichisches Lateinamerika-Institut, Türkenstraße 25, 1090 Wien | Europasaal

Termine

18. Oktober 2022 | 9:00 – 11:00 Uhr
18. Oktober 2022 | 11:30 – 13:30 Uhr

Max. Teilnehmer*innen: 40
Kostenlose Teilnahme, Anmeldung bitte an: office@lai.at

© Unsplash | Artem Podrez