Chicos de la calle – Lebensrealitäten von Straßenkindern in Kolumbien
22.12.2025
28.01.2026 | 18:00 Uhr | Frida Kahlo Saal, LAI
Tausende Straßenkinder in Kolumbien leben ohne festen Schlafplatz, Schutz oder regelmäßige Mahlzeiten. Gewalt, Drogen, Ausbeutung und fehlender Schulbesuch prägen ihren Alltag. Oft haben sie familiäre Brüche erlebt und kaum Vertrauen in Erwachsene. Sie benötigen vor allem Sicherheit, stabile Bezugspersonen, Bildung und medizinische sowie psychosoziale Hilfe.
Pater Rafael Bejarano Rivera SDBvp, Generalrat der Salsesianer Don Boscos in Kolumbien hat in seiner Heimat viele Jahre mit Straßenkindern gearbeitet und sie in verschiedensten Projekten betreut. Gemeinsam mit den Salesianern Don Boscos bietet er den Straßenkindern eine sichere Unterkunft, fördert Schul- und Berufsausbildung und ermöglicht ihnen die Chance auf ein Leben in Würde. Denn Bildung überwindet Armut.
Der Vortrag findet in Kooperation mit Jugend eine Welt sowie in spanischer Spracher mit deutscher Konsekutivübersetzung statt.
Moderation: Andrea Eberl/Direktorin LAI
Rafael Bejarano Rivera SDB arbeitete viele Jahre in sozialen Brennpunkten, insbesondere in Ciudad Don Bosco in Medellín. Dort begleitete er Programme zur Reintegration von gewaltbetroffenen Jugendlichen, darunter ehemals von bewaffneten Gruppen rekrutierte Minderjährige. Sein Ansatz verbindet Bildung, berufliche Qualifizierung und psychosoziale Unterstützung mit strukturellen Maßnahmen, die jungen Menschen langfristige Lebensperspektiven ermöglichen sollen. Dadurch wird er auch über die salesianische Welt hinaus als Fachmann für Kinderrechte, Friedensarbeit und nachhaltige soziale Entwicklung wahrgenommen.
Die österreichische Entwicklungsorganisation Jugend Eine Welt setzt sich unter dem Leitgedanken „Bildung überwindet Armut“ seit ihrer Gründung vor 28 Jahren weltweit für benachteiligte Kinder und Jugendliche ein. Sie unterstützen unter anderem Schulen, Berufsausbildungseinrichtungen, Sozialzentren und Straßenkinder-Programme in Asien, Afrika, Lateinamerika, dem Nahen Osten und Osteuropa.