Yapimata hau´usi kuta. In der Sprache meiner Heimat sprechen
Buchpräsentation Wata čis. Cuento Antiguo
19.02.2026
Cristina Zárraga präsentiert ihr neuestes Buch Wata čis. Die Autorin nimmt uns mit auf eine Reise durch die Welt ihrer Vorfahren, dem Volk der Yaghan oder Yámana in Feuerland, am südlichen Ende Chiles. Diese Reise fühlt sich an, als würde man in einem Kanu zwischen Fjorden navigieren, dem Gesang der Bandurrias lauschen und das saftige Fleisch eines Seelöwen genießen. Es sind Geschichten aus der Zeit, als die Vögel noch Menschen waren.
Die im Buch versammelten Geschichten basieren auf den Erinnerungen ihrer Großmutter Cristina Calderón sowie auf historischen Aufzeichnungen aus einer Zeit, als die Yaghan ihre Kultur noch lebten. Das nomadische Volk der Kanufahrer*innen, Jäger*innen und Sammler*innen wurde ab dem 19. Jahrhundert durch den Kontakt mit Europäer*innen und Epidemien stark dezimiert, ihre Sprache fast verdrängt.
Cristina Calderón starb 2022 in Punta Arenas im südlichen Chile. Sie galt als die letzte Yaghan und als lebendes Kulturerbe. Ihre Enkelin Cristina Zárraga lebt zwischen Deutschland und Chile. Sie hat lange mit ihrer Großmutter zusammengelebt und die Aufgabe übernommen, Kultur und Sprache der Yaghan lebendig zu halten.
Einführung: Dr. Claudia Augustat, Weltmuseum Wien
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Weltmuseum Wien.
Nicht die Letzte, nicht die Einzige: Das Leben von Cristina Calderón
Podiumsgespräch mit Cristina Zárraga und Claudia Augustat
Cristina Calderón starb 2022 in Punta Arenas im südlichsten Chile. Sie galt als die letzte Yaghan und als lebendes Kulturerbe. Ihre Enkelin Cristina Zárraga hat lange mit ihr zusammengelebt und die Aufgabe übernommen, die Kultur und Sprache der Yaghan lebendig zu halten.
„Geboren und aufgewachsen in Concepción, Chile, traf ich im Jahr 1999 zum ersten Mal meine Yaghan-Großmutter Cristina Calderón. Daraufhin begab ich mich auf die Suche nach meinen Wurzeln in den Yaghan- und Selk’nam-Kulturen und zog zu ihr auf die Isla Navarino, von wo aus mein Vater vor Jahren aufgebrochen war. Mehr als zehn Jahre verbrachte ich an der Seite meiner Großmutter und der Yaghan-Familie in Ukika.“ Cristina Zárraga