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Politikwissenschaften

Kartierung der Imperialen Lebensweise: Den Wald vor lauter Bäume nicht sehen ScienceCard

Erweiterungsworkshop
  • Veranstalter:  Lateinamerika Institut
  • 16.06.2021 , 18:00 - 20:30 Uhr
  • Kursort: Österreichisches Lateinamerika-Institut, Schlickgasse 1 , 1090 Wien
  • TeilnehmerInnen: 8 - 25
  • Kurs-Nr. 00314400
  • 2.50 Unterrichtseinheiten
Unser Leben und Arbeiten findet in einem System statt, das die imperiale Lebensweise vorantreibt und stabilisiert. Nicht zuletzt deshalb ist es als Einzelperson nahezu unmöglich, nicht auf Kosten anderer zu leben. Das Konzept der „Imperialen Lebensweise“ rückt demnach Strukturen anstelle von individuellem Verhalten in den Vordergrund. In diesem Workshop bedienen wir uns der Methode des „kollektiven Kartierens“, um diese Strukturen in unserem unmittelbaren Umfeld sichtbar zu machen und zwei zentrale Fragestellungen zu diskutieren: Welche Strukturen zwingen uns - auch gegen unseren Willen – ausbeuterisch zu handeln? Wie kann eine Umgebung aussehen, die eine solidarische Lebensweise unterstützt?

Die gemeinschaftliche Anfertigung von Umgebungskarten ist eine Möglichkeit, um konkrete Beobachtungen und Alltagserfahrungen zusammen zu tragen und in ihren Zusammenhängen zu diskutieren. Verschiedene sozialen Bewegungen auf der ganzen Welt nutzen diese Methode, um Entwürfe einer solidarischen Welt zu entwickeln und zu kommunizieren. Im Workshop werden konkrete Beispiele „kollektiver Kartierungen“ aus Lateinamerika vorgestellt, bevor wir in einem interaktiven Teil selbst eine Kartierung durchführen.

Teilnahme-Voraussetzung: vorangegangene Teilnahme am Basisworkshop bzw. Grundkenntnisse des Konzepts „Imperiale Lebensweise“

Je nach dem aktuellen Stand der Covid-Maßnahmen wird der Workshop am LAI oder virtuell durchgeführt.

Workshop-Leitung
Ruth Fartacek ist Humangeographin und im Bereich der politischen Bildung bei der Initiative KAUZ tätig. Sie arbeitet dabei schwerpunktmäßig zur sozial-ökologischen Transformation der Arbeitswelt und dem Konzept der „Imperialen Lebensweise“. Zudem ist sie seit Jahren in Klimagerechtigkeits-Bewegungen aktiv, um die Verbindung sozialer und ökologischer Fragestellungen zu stärken.
Alexander Furtner ist Sozialwissenschaftler und Entwicklungsforscher und darüber hinaus im Bereich der Organisationsentwicklung tätig. Er befasst sich mit entwicklungspolitischen Fragestellungen, die das Verhältnis zwischen den Ländern des „globalen Nordens“ und den Staaten Lateinamerikas problematisieren.

€ 12,00