Politik, Gesellschaft, Wirtschaft

ACTAL - Modul 1: Inklusion und Exklusion in der Politik

  • Veranstalter:  Lateinamerika Institut
  • 04.03.2022 - 05.03.2022, Uhrzeiten variieren
  • Kursort: Lateinamerika Institut, Schlickgasse 1 , 1090 Wien
  • TeilnehmerInnen: 3 - 20
  • Kurs-Nr. 00494400
  • 14.50 Unterrichtseinheiten
Soziale und politische Unruhen prägen den Alltag vieler lateinamerikanischer Länder und sind Ausdruck von oftmals instabilen politischen Strukturen und Systemen, was sich seit Jahrzehnten in einem Wechselspiel zwischen Demokratie und Autoritarismus zeigt. Politik wird sowohl in öffentlichen wie auch in privaten Räumen gemacht - von Gruppierungen, Parteien, Marginalisierten und Bürger*innen, die sowohl Veränderungsprozesse wie auch den Schutz des Status Quo fördern wollen. Dieses Modul gibt Einblicke in die Vielfältigkeit der politischen Systeme und analysiert tiefgehend Themen wie „Buen Vivir“, Friedensprozesse, Ressourcenpolitik sowie Bildung und Macht. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Bedeutung feministischer Bewegungen und Frauen in der Politik.

Inhalte und Methodik
Durch Vortragseinheiten und Diskussionen mit Expert*innen aus Lateinamerika, widmen sich die Teilnehmenden folgenden politischen Schlüsselfragen:
Welche politischen Charakteristika lassen sich in Lateinamerika identifizieren?
Welche Besonderheiten weist die formaldemokratische Partizipation auf und was sind ihre Grenzen?
Welche Diskurse prägen die verschiedenen politischen Konstellationen und welche Verbindungen können zu transnationalen und globalen Tendenzen sowie Bewegungen hergestellt werden?
Wie lässt sich die Politik in Lateinamerika jenseits des Mainstreams und der offiziellen Strukturen erleben?
Lernziele
Kennenlernen aktueller politischer und sozialer Landschaften in Lateinamerika
Identifizierung von politischen Maßnahmen, welche die Vielfalt aber auch die Homogenisierung der Gesellschaft fördern
Verstehen der Verbindungen zwischen unterschiedlichen formellen und informellen politischen sowie sozialen Bewegungen innerhalb Lateinamerikas und ihrer transnationalen Zusammenhänge
Reflexion der eigenen politischen Anschauung und Erkennen transnationaler Beziehungen als Basis für einen kritischen Dialog

Koordinatorin
Lic. Marcela Torres Heredia, MA MA (Bogotá, Kolumbien) ist Doktorandin und Stipendiatin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (DOC-Team) am Institut für Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien mit dem Projekt: The Socio-Ecological Crisis Up Close: Conflicts, Experiences and Alternatives in the Andean-Amazon Region; Lehramt Sozialwissenschaften an der Universidad Pedagogica Nacional, Bogotá (2009), Master in Lateinamerikastudien der Universität Wien (2016); Master für angewandtes Wissensmanagement an der FH Burgenland (2019). Vorstandsmitglied des Förderverein LAI. Mitglied der Redaktion von ReveLA, Realidades y Visiones sobre Latinoamérica. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Dekolonialität, Feminismus, Friedensprozesse, soziale Ungleichheit sowie Intersektionalität.

Beitrag für einzelne Module: à € 280,- | ermäßigt* € 230,-

Ermäßigung für Studierende bis zum vollendeten 26. Lebensjahr, Menschen mit Behinderung, Mitglieder des Fördervereins LAI, Personen mit sozialer Ermäßigung nach den Richtlinien der Wiener Mindestsicherung - bitte bei der Buchung bekanntgeben.
€ 280,00