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Hintergründe zum Krieg in der Ukraine

04.03.2022
© pixabay

Unsagbar entsetzliche Aktualität haben dieser Tage unsere Science-Vorträge aus der Reihe "Doswidanja, Sowjetunion!", die wir im Frühjahr 2022 in Kooperation mit dem Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM) organisieren. 

Den Auftakt macht ein Abend mit Sebastian Schäffer, der zur Zeit oft im Fernsehen als Osteuropa-Experte interviewt wird. Er stellt im Zusammenhang mit dem Zerfall der Sowjetunion vor 30 Jahren die Frage "Ist die Zukunft Geschichte?" Am selben Abend schauen wir mit Diplompolitologin Iris Rehklau genauer hin, wie sich die EU-Russland-Beziehungen in den letzten Jahren (und insbesondere Wochen) entwickelt haben und stellen die provokante Frage "Die EU auf Expansionskurs in Richtung Russland?"

Alle Veranstaltung mit ScienceCard bei freiem Eintritt!

Die EU auf Expansionskurs in Richtung Russland?

Mittwoch, 09.03.2022, 18:00-19:30 Uhr, EUR 6,-

Der Vilnius-Gipfel zur Östlichen Partnerschaft 2013 gilt als Ausgangspunkt für den Euromaidan in Kiew. Heute ist die ukrainische Halbinsel Krim annektiert, Russland führt einen offenen Krieg gegen sein Nachbarland und die Nato verstärkt ihre Truppen an ihrer Ostgrenze. Welche Entwicklungen in der Europäischen Union, der Ukraine und der Russischen Föderation führten zu dieser Eskalation?

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Doswidanja, Sowjetunion - 30 Jahre nach dem Kollaps

Zu Weihnachten 1991 zerfiel durch Gründung der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten die Sowjetunion. Der damit verbundene Kollaps des realen Kommunismus in Mittel- und Osteuropa beendete nicht nur die Nachkriegsordnung am Kontinent, sondern führte zu massiven gesellschaftlichen Veränderungen, die auch auf Wien und Österreich große Auswirkungen hatten und immer noch haben. In dieser 5-teiligen Reihe betrachten wir die Ursachen für den Zerfall der UdSSR, die Entwicklung ihrer Ex-Sowjetrepubliken sowie die Satellitenstaaten und welche Auswirkungen dies auf Europa bis heute hat. 

Teil 1 - Ist die Zukunft Geschichte?

Mittwoch, 09.03.2022, 19:30-21:00 Uhr, EUR 6,-

Perestroika und Glasnost. Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Gesellschaftliche Transformation und politische Veränderungen. Der Vortrag behandelt die Zeit unmittelbar vor dem Zerfall der Sowjetunion und gibt Einblick in die vielfältigen Gründe für den Wandel, aber auch welche Herausforderungen sich daraus ergaben. Wie verlief der Weg von Gorbatschow über Jelzin zu Putin? Welche Rolle spielt die Russische Föderation heute? Wie steht es um die Hoffnungen auf eine liberale Entwicklung des Landes oder ist die demokratische Zukunft bereits Geschichte?

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Teil 2 - "Frozen conflicts" in Post-Sowjet-Staaten

Mittwoch, 30.03.2022, 19:30-21:00 Uhr, EUR 6,-

Der Zusammenbruch der Sowjetunion führte teilweise auch zu kriegerischen Auseinandersetzungen, die noch immer ungelöst sind. Diese sogenannten “eingefrorenen Konflikte flammen auch immer wieder auf, zuletzt in Berg-Karabach. Dazu kommen neue Krisenherde, 2008 brach für einige Tage in Georgien Krieg aus, 2014 in der Ostukraine, der bis heute andauert. Der Vortrag beleuchtet die Rolle der verschiedenen Akteure sowie der russischen Föderation. 

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Teil 3 - 30 Jahre der Visegrad-Gruppe

Mittwoch, 13.04.2022, 19:30-21:00 Uhr, EUR 6,-

Die in der sogenannten Višegrad-Gruppe verkörperte informelle nichtinstitutionelle Zusammenarbeit fördert seit ihrer Gründung 1991 die Integration in die europäischen und transatlantischen Strukturen. Dieses Ziel scheint in den letzten Jahren der Allianz auf dem Spiel zu stehen. Das im Jahr 2021 gefeierte 30-jährige Jubiläum der Gruppe ist ein geeigneter Zeitpunkt, um nicht nur die bisherigen Leistungen der regionalen Kooperation zu bewerten, sondern auch ihre aktuelle Position in den politischen Entwicklungen in Europa zu evaluieren sowie ihre zukünftige Rolle in der europäischen (Des-)Integration vorherzusagen.

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Teil 4 - Vom Kommunismus zur illiberalen Demokratie?

Mittwoch, 27.04.2022, 19:30-21:00 Uhr, EUR 6,-

Das Ende des Kommunismus in Polen setzte das Land auf einen Kurs gleichzeitiger Veränderung des politischen und wirtschaftlichen Systems. Trotz schmerzhafter Erfahrungen dieser Zeit wurde Polen bald zu einem Paradebeispiel der postkommunistischen Transformation. Jedoch seit die “Recht und Gerechtigkeit Partei 2015 an die Macht kam, wandelt sich das Land zunehmend in eine “illiberale" Demokratie. Wie ist es dazu gekommen und wie resistent sind die demokratischen Institutionen und die Zivilgesellschaft in Polen? Wie verlief der Demoraktisierungsprozess?

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Teil 5 - Im Wettlauf um die "Weiße Kohle"

Mittwoch, 25.05.2022, 19:30-21:00 Uhr, EUR 6,-

Mit dem großflächigen Ausbau von Kraftwerken in den 1960er bis 1980er positionierte sich Österreich als Wasserkraftland in Europa. Vor allem die „Helden von Kaprun“ wurden zum nationalen Mythos hochstilisiert. Doch die Euphorie für die Gewinnung der „weißen Kohle“ kennt auch in Zeiten des bipolaren Europas keine Grenzen. Gerade die österreichisch-ungarische Grenze zeigt sich hier durchlässiger als anderswo und eröffnete mit dem Potential der Donau reizvolle Möglichkeiten der blockübergreifenden Wirtschaftsbeziehungen. Doch mit den Investitionen und Wasserkraft-Projekten formiert sich in den 1980er Jahren Widerstand. Weit über die Donaumetropolen Wien und Budapest hinaus entstehen im Schatten der Sowjetunion Protestbewegungen, die den kommunistischen und kapitalistischen Dammbauten Einhalt gebieten wollen. 

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