Erwachsenenbildung und sprachliche Teilhabe im Asyl- und Polizeikontext
Der Beitrag von Vera Ahamer, wissenschaftliche Mitarbeiterin im lernraum.wien, zeigt, warum Dolmetschen in migrations- und gesellschaftspolitisch sensiblen Kontexten kein „Nebenbei-Job“ für Mehrsprachige, sondern ein reflexiver und professioneller Handlungsprozess ist. Im Zentrum des Lehrgangs Dolmetschen im Asyl- und Polizeibereich stehen neben Dolmetschtechniken, Fachterminologie, rechtlichen Rahmenbedingungen und kultursensiblem Transfer auch Aspekte wie Selbstreflexion, Rollenverständnis und biografische Ressourcen.
Dem Beitrag kann entnommen werden, dass qualitätsvolles Dolmetschen doppelte Relevanz besitzt: Es stärkt sowohl die Handlungsfähigkeit der Dolmetschenden als auch die demokratische Teilhabe der Gedolmetschten. Gerade im Asyl- und Polizeikontext wird Dolmetschen damit zu einem demokratiepolitischen Faktor – insbesondere angesichts aktueller Entwicklungen im Bereich Künstlicher Intelligenz.