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Exoplaneten Transits im Visier

21.11.2018
Künstlerische Darstellung eines Exoplaneten um einen weißen Zwerg.© NASA/JPL-Caltech
Exoplaneten oder extrasolare Planeten sind solche die einen anderen Stern als unsere Sonne umkreisen. Das erste definitive solche Objekt wurde 1995 von Michel Mayor und Didier Queloz vom Departement für Astronomie der Universität Genf gemacht. Seitdem haben wir viele weitere gefunden und mit derzeitigem Stand (vom 21.11.2018) haben wir bereits 3889 Exoplaneten entdeckt!

Wie entdeckt man Exoplaneten eigentlich? 

Es gibt verschiedene Methoden wie Exoplaneten detektiert werden können. Die effektivsten sind die sogenannte „Transitmethode“ und die „Radialgeschwindigkeitsmethode“.

Der klare Sieger der beiden ist ohne Frage die Transitmethode. Mit dieser wurden etwa 80% der bisher entdeckten Planeten gefunden. Hierfür beobachtet man die Helligkeit des Sterns um den sich der Planet bewegt. Kommt es zu einem Transit zieht der Planet von uns aus gesehen vor dem Stern vorbei, was dazu führt, dass der Stern etwas dunkler erscheint. Heraus kommt eine Kurve wie in der Darstellung unten. Da der Planet ja weiter den Stern umkreist kommt es nach einem Umlauf des Planeten erneut zu einer Bedeckung und dadurch wieder zu so einer Abdunkelung. 

Helligkeitsmessungen des Weltraumteleskops Kepler am Stern Kepler-7; Zoom auf einen einzelnen Transit.© https://archive.stsci.edu/prepds/kepler_hlsp/ 
Die Radialgeschwindigkeitsmethode nutzt die Tatsache, dass ein Stern und Planet(en) die sich um den Stern bewegen sich um einen gemeinsamen Schwerpunkt bewegen. Das heißt dass dadurch, dass sich Planeten um den Stern bewegen der Stern etwas „wackelt“. Dieses Wackeln wirkt sich so aus, dass der Stern sich mal ein bisschen in unsere Richtung bewegt, und mal sich von uns entfernt. Das kann man durch den Doppler Effekt in sehr genauen Spektren des Sterns nachweisen.
«Cheops» ist ein vergleichsweise kleines Weltraumteleskop. © ESA/UNI BERN
Die Mission CHEOPS (Characterizing ExOPlanet Satellite) welche in der ersten Hälfte von 2019 starten soll wird als erste Mission mittels Ultra-Präzisionsphotometrie nach Exoplaneten-Transits gesucht. Dabei soll sich die Mission auf die erdnahe Systeme konzentrieren von denen wir bereits wissen, dass sich dort Planeten befinden. Die Mission soll genauere Informationen über den Durchmesser von Exoplaneten mit bereits durch vorherige Beobachtungen ungefähr bekannter Masse liefern und den Radius auf ungefähr 10% genau bestimmen. 

Mehr Infos gibt es hier