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Schon wieder ein Supermond?

19.02.2019
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Heute am 19.2. um 16:53 Uhr MEZ um genau zu sein ist es tatsächlich bereits schon wieder so weit und wir haben einen erneuten "Supermond". Noch nicht einmal ganz ein Monat ist vergangen seit dem letzten "Supermond" am 21. Jänner der sogar mit einer Mondfinsternis zusammengefallen ist und schon ist es wieder so weit. Man sieht, dass dieses Phänomen offenbar gar nicht so selten ist. Was genau macht den Mond denn nun eigentlich so "super" heute?
Der Begriff "Supermond" kommt eigentlich gar nicht aus der Astronomie. Die Bezeichnung wurde im Jahre 1979 von dem Astrologen Richard Nolle geprägt und bezeichnet einen Voll- oder Neumond der sich im oder nahe bei dem erdnächsten Punkt (genannt Perigäum) seiner Umlaufbahn befindet. Meist wird aber nur der erdnahe Vollmond als "Supermond" bezeichnet.
Da die Umlaufbahn des Mondes um die Erde kein exakter Kreis sondern eine Ellipse ist, kommt es dazu, dass der Mond mal etwas näher bei der steht (den erdnächsten Punkt der Bahn nennt man daher Perigäum) und mal etwas weiter weg (den erdfernsten Punkt nennt man Apogäum). So kommt es dazu, dass der Mond tatsächlich mal am Himmel etwas größer erscheint, da er uns näher steht und mal etwas weiter kleiner, da er weiter weg steht. Der Unterschied ist allerdings für unser Auge kaum wahrnehmbar.
Der Mond auf dem erdfernsten und dem erdnächsten Punkt seiner Bahn respektive. Die Werte sind gerundet.
Der Größenunterschied zwischen einem "Supermond", also einem Vollmond bei kleinster Entfernung zur Erde, und einem "Minimond", also einem Vollmond bei größter Erddistanz, ist ca. 14%. Gegenüber einem durchschnittlichen Vollmond ist dieser Größenunterschied ca. 7% - tatsächlich kaum merkbar. Der Helligkeitsunterschied zwischen einem Vollmond im Perigäum und einem Vollmond im Apogäum kann allerdings bis zu 30% betragen, der Mond scheint hier also tatsächlich heller.
Größen- und Helligkeitsunterschiede zwischen "Supermond" und "Minimond"
Vorsicht ist geboten: Der "Supermond" wird keine extreme Flut, Erdbeben, Feuer, Vulkanausbrüche, Tsunamis oder extreme Wetterveränderungen auslösen, auch wenn man dies leider vielerorts im Netz lesen kann. Wer mehr über den Mond erfahren will sollte sich den Science Day im Planetarium Wien am 4.3. gleich notieren, dieses Jahr steht dieser  ab 17:30 nämlich ganz im Zeichen der Mondmissionen und der Raumfahrt. Wer mehr darüber wissen will findet die Infos direkt hier auf unserer Website.

Eine Anmeldung für die Science Day Veranstaltungen ab 17:30 ist nicht möglich, da es sich um offene Veranstaltungen handelt. Am Besten einfach vorbeikommen!

Mehr Infos zum "Supermond" findet ihr unter diesem Link und unter diesem Link.