Blog

Gold, andere Metalle und deren Ursprünge

09.04.2019
Textur von Gold
In der Astronomie bezeichnet man alle Elemente die im Periodensystem der Elemente nach Wasserstoff (H) und Helium (He) folgen als Metalle. Also sind für Astronom*Innen nicht nur Gold und Silber Metalle sondern zum Beispiel auch Sauerstoff (O) und Kohlenstoff (C). 
Periodensystem der Elemente
Klingt etwas verwirrend, hat aber einen guten Grund, denn Wasserstoff, Deuterium (schwerer Wasserstoff), Helium und Lithium sind die mit Abstand am häufigsten Elemente im Universum. Diese leichten Elemente wurden in der primordialen Nukleosynthese in der Frühphase des Kosmos erzeugt. Vor der primordialen Nukleosynthese gab es nur die Grundbausteine für Atomkerne und den einfachsten Atomkern, Wasserstoff, der einem einzelnen Proton entspricht. 
Alle schwereren Elemente bis zum Element Eisen (Fe) werden erst im Inneren von Sternen durch thermonukleare Fusion gebildet. (Wer hier genaueres Wissen möchte, dem empfehlen wir unsere Vorstellungen Solaris und Deep Sky im Planetarium)
Noch schwerere Elemente oberhalb der Atommasse von Eisen werden erst in den Explosionen massereicher Sterne am Ende ihrer Sternentwicklung, den Supernovae, erzeugt. Von diesen energiereichen Ereignissen bleiben interstellare Staubwolken als Überreste zurück, welche zum Beobachten einladen. 
Supernova-Überrest Cassiopeia A
Im Planetarium beleuchten wir die Ursprünge des Goldes im Vortrag von Dr. Johannes Leitner am Donnerstag dem 11. April um 19:00 Uhr ganz genau. Mehr Informationen dazu findet ihr hier