Planetarium in Concert

Live-Musik unter Sternen

Melissa MaHoney | In Spirals

Eine Live-Musik-Performance von Melissa maHoney mit Visuals aus dem Universum.


18. November 2022, 19:30 Uhr

Mit ihrer sinnlichen Stimme und weichen Gitarrenklängen schafft die jazzaffine Singer/Songwriterin Melissa maHoney im Zusammenspiel mit kosmischen Bildern und Projektionen eine atemberaubende Atmosphäre.

Melissa MaHoney | In Spirals | 30.09. und 18.11.2022 | © Sophie Nawratil
Den Rahmen ihrer improvisatorischen Musikperformance bildet eine Loopstation: Damit spielt sie Melodien, Harmonien und Rhythmen live ein und diese werden in loops (engl. „Schleife“) wiedergegeben. Ein vielschichtiges Klanggebilde entsteht, welches die Musikerin in Echtzeit allmählich umformt und verändert.

Wie auch Himmelskörper sich in Schleifen bewegen und Galaxien oft spiralförmig erscheinen, entfaltet sich so ein Tanz der Klänge und Poesien: Ein Tanz zwischen Wiederholung und Veränderung, in dynamischen, kreisenden Bewegungen - in Spirals.

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Kabbala - Und es war in der Mitte der Nacht

Die Kabbala - „Überlieferung“ in der jüdischen Mystik - berichtet von der Schöpfung und der Entstehung des komplexen Kosmos aus der ursprünglichen Einheit. Die 10 Texte aus der prophetischen Kabbala, die René Clemencic in seinem Oratorium vertont hat, lassen sich im Zeiss-Planetarium astronomisch und astrophysikalisch interpretieren - den Weg der Erkenntnis auf den Stufen der Himmelsleiter. Livemusik!

Oratorium in hebräischer Sprache von René Clemencic (1992) nach Texten der prophetischen Kabbala

sirene Operntheater in Kooperation mit dem Planetarium Wien bei Wien Modern

Das Rote Orchester
5 Stimmen (2 Countertenöre, 2 Tenöre, Bassbariton)
3 Posaunen
2 Schlagwerker

Leading Team
Dirigent: François-Pierre Descamps
Reise durchs Universum (Videoprogrammierung): Dr. Michael Feuchtinger. Kristine Tornquist. Germano Milite
Produktion: Jury Everhartz

7 Vorstellungen |Beginn: 20:00 Uhr | Dauer: 70 Minuten

SCIENCE Vorträge | Beginn: 19:00 Uhr | vor den Vorstellungen
Vorträge zu Astronomie, Astrophysik und Schöpfungsmythos der Kabbala. Anmeldung erforderlich!
Hintergrund
Der Schöpfungsmythos der Kosmologen beginnt mit der sogenannten Singularität - das gesamte Universum komprimiert in einem unendlich kleinen Punkt von unendlich verdichteter Materie. Der Urknall ist die Folge einer explosionsartigen Expansion dieses Kerns zu einer wachsenden, extrem heissen Blase. In Bruchteilen einer Sekunde kühlt die Materie ab, die Symmetrie zerfällt, die Einheit spaltet sich in die vier bekannten Kräfte auf: die elektromagentische Kraft, die schwache und starke Kernkraft und die Gravitation. Das junge Universum ist nun ein wenig vergleichbar mit dem brodelnden Inneren eines Sterns, nur Billionen mal heisser - Teilchen entstehen, zerfallen, entstehen neu, bis es sich nach 300.000 Jahren in der Ausdehnung auf etwa 3000 Grad abgekühlt hat. Erst jetzt bilden sich Atome, erst jetzt können Photonen sich frei bewegen: es ward Licht.
Planetarium in Concert | Kabbala | ©
Auch die Kabbalisten beginnen ihren Schöpfungsmythos in der Spannung zwischen Nichts und Alles. Mosche de Léon schreibt im 13. Jahrhundert dazu: „Der Beginn des Lebens ist ein geheimer verborgener Punkt. Dies ist der Anfang aller Dinge, die sich von hier aus verteilen und ausströmen, je nach ihrer Art.“ Einer der vielen Gottesnamen, die in der Kabbala die Ordnung der Welt beschreiben, ist der Unendliche - En Sof . Zugleich wird Gott aber auch Nichts - Ayin - genannt. Im Zimzum, dem Urknall in der Kabbala, rückt Gott, der Alles ist, ein wenig beiseite und schafft das Nichts, um Platz zu machen für die Schöpfung. Es folgt der „Bruch des Gefässes“ - Shebira - die Einheit zerbricht, um  Vielfalt freizusetzen.
Beide Betrachtungsweisen der Welt kommen zum selben Schluss: die Einheit ist die Quelle der Vielfalt. Alles besteht aus demselben Sternenstaub und doch zeigen die komplexen Strukturen vor allem der organischen Natur, wie vielfältig die immerselben Bausteine kombiniert und differenziert werden können zu fast unendlich vielen unterschiedlichen  Einzelteilen. Und doch spüren wir Menschen, die wir aus der Singularität stammen, in uns noch den Nachhall der Einheit.

Planetarium in Concert | History

Welche Künstler*innen sind bereits im Planetarium Wien aufgetreten: