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Ideen für Bild- und Fragewürfel

08.01.2019
Bildwürfel helfen bei der Ideenfindung für Geschichten und lassen sich auch für andere Übungen einsetzen.
Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Würfel, die man in der Lernhilfe einsetzen kann: Angefangen von normalen sechsseitigen Zahlenwürfeln bis hin zu Buchstabenwürfeln, oder aber auch "Story Cubes1" – mit diesen kleinen Hilfsmitteln lässt sich (bei relativ geringen Anschaffungskosten) viel machen! Hier werden Ideen für den Einsatz von Bild- und Fragewürfeln vorgestellt.

Material

  • Bildwürfel oder auch welche mit Fragewörtern auf jeder Seite ("When", "Why", /  "Wann", "Warum", ...)
  • Evtl vorbereitete Kärtchen, Spielbretter
  • Tafel und Kreide
  • Papier und Stifte,
  • Evtl. Kärtchen mit Anfängen von Geschichten

Fächer und Skills

Englisch und Deutsch, eingeschränkt auch in Mathematik (siehe letzter Menüpunkt)
  • Wortschatz
  • Kommunikation
  • Rechtschreibung
  • Grammatik
  • Textkompetenz

Umsetzung für Bildwürfel

Story Cubes sind in der Anschaffung etwas teurer, allerdings sehr wertvolle Begleiter in jedem Sprachunterricht.
Es gibt mittlerweile zahlreiche verschiedene Varianten zu unterschiedlichsten Themen, die sich auch gut untereinander kombinieren lassen. Prinzipiell handelt es sich dabei um Bildwürfel, die dazu gedacht sind, Geschichten zu erzählen oder zu schreiben – allerdings gibt es noch ein paar alternative Verwendungsmöglichkeiten, die ich gerne eingesetzt habe:

Die Kinder gehen in Kleingruppen zusammen (die Größe ist variabel, ich habe meist drei bis vier SchülerInnen gruppiert) und ziehen eine Karte, auf der sich der Anfang einer Geschichte befindet. Diese Karten sollten vorher vorbereitet werden – wenn man sie laminiert, halten sie länger und können immer wieder verwendet werden. Jede Gruppe erhält eine bestimmte Anzahl an Würfeln – auch diese ist beliebig anpassbar: Z.B. kann jedes Kind einen Würfel erhalten oder jede Gruppe gemeinsam zwei oder drei. Die Kinder lesen den Anfang der Geschichte einmal leise durch und auch einmal laut in ihrer Gruppe vor. Anschließend würfelt das erste Kind mit seinem Würfel bzw. mit den zwei oder drei Gruppenwürfeln, um den nächsten Satz der Geschichte zu bilden – die erwürfelten Bilder bzw. das erwürfelte Bild müssen in der Geschichte vorkommen. Bei schwächeren Gruppen kann man auch drei Würfel ausgeben und sagen, dass nur eines der Bilder vorkommen muss – dadurch haben die Kinder eine Auswahlmöglichkeit, falls ihnen zu einem einzelnen Symbol nichts Passendes einfallen sollte. Die Geschichte kann parallel aufgeschrieben werden, um sie anschließend der Gesamtgruppe zu präsentieren, es muss aber nicht sein.

Da es Würfel zu verschiedensten Themen gibt (z.B. Grusel und Horror, Urlaub, Detektivgeschichten, ...), lässt sich damit auch gut thematisch arbeiten und die Anfänge der Geschichten können dementsprechend angepasst werden.

Es gibt Story Cubes, die Aktivitäten abbilden („Story Cubes Actions“), mit denen ich gerne Folgendes gemacht habe: Die Kinder kommen einzeln nach vorne, wo die Würfel liegen. Der/die SchülerIn, die gerade an der Reihe ist, sucht sich einen der Würfel aus und muss die erwürfelte Tätigkeit pantomimisch darstellen. Errät ein Kind das richtige Wort, wird es an der Tafel notiert und es wird gewechselt. So lassen sich beispielsweise Verben für weiterführende Übungen und Spiele sammeln.

Mit den „Actions“-Würfeln kann man die Kinder auch Verbtabellen erstellen lassen: Im Team oder in der Kleingruppe würfeln lassen, zuvor eine gewisse Zeitspanne (z.B. fünf Minuten) vorgeben und auftragen, die erwürfelten Verben aufzuschreiben, in die Stammformen zu setzen (unbedingt an der Tafel vorher mit ihnen wiederholen, damit sie sich auskennen!) und daraus in der Gruppe eine Tabelle zu machen. Wichtig dabei: Jedes Verb darf nur einmal vorkommen, also wird gegen Ende der Zeit eifrig gewürfelt, um möglichst viele zu schaffen.

Variationen für Bildwürfel

Reihum Geschichten weitererzählen
In Kleingruppen jeweils zwei bis drei Würfel und den Anfang einer Geschichte vorgeben – die Bilder sollen in den nächsten Satz der Geschichte integriert werden. Dabei muss es nicht immer darauf ankommen, dass alles Sinn macht: Die Geschichten können auch lustig und seltsam werden!

Pantomime
Mit den „Story Cubes Actions“ Verben und Tätigkeiten würfeln lassen, um diese dann pantomimisch darzustellen.

Konjugieren
Die Kinder können auch hier mit den „Story Cubes Actions“ Verben würfeln und aufschreiben, um sie anschließend zu konjugieren bzw. in die Stammformen zu setzen.

Umsetzung für Fragewürfel

In einigen Onlineshops gibt es Würfel zu kaufen, die auf jeder Seite ein Fragewort abbilden (separat auf Deutsch und auch auf Englisch). Mit diesen kann man hervorragend die Fragebildung in beiden Sprachen üben, allerdings lässt sich damit auch in Deutsch sehr viel Textarbeit leisten, indem die erwürfelten Fragewörter zu einem Text beantwortet werden (z.B. „Wer“ -> Wer hat den Text geschrieben?; „Was?“ -> Was wird erklärt / beschrieben / erzählt?

Variationen für Fragewürfel

Satzstreifen
In Kleingruppen / Teams bekommen die Kinder Streifen, auf denen Sätze stehen, die alle erfragbaren Satzglieder beinhalten (z.B. Ort, Zeit etc.) – mit dem erwürfelten Fragewort müssen sie nach dem entsprechenden Satzglied fragen und antworten.

Fragen stellen
Die SchülerInnen stellen einander Fragen, die sie sich zum erwürfelten Fragewort spontan ausdenken.

Anwendung in Mathematik

Bildwürfel eignen sich dazu, Textaufgaben mit den SchülerInnen zu verfassen, oder sie selbst welche erarbeiten zu lassen, die anschließend von der ganzen Gruppe oder anderen Kindern gelöst werden.
Darüber hinaus gibt es Würfel, die die Grundrechnungsarten an den jeweiligen Seiten zeigen und mit denen man mehrseitige Würfel kombinieren könnte.


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