Diese Methode fördert sowohl das Hörverstehen als auch die Sprechkompetenz. Durch das Beschreiben von Bildern, welche die Mitschüler*innen nicht sehen, erfahren die Lernenden, wie herausfordernd es ist, visuelle Eindrücke sprachlich zu vermitteln. Es eignet sich gut als Warm-up oder als eine eigenständige Unterrichtseinheit zur Vertiefung und Festigung des Wortschatzes.
Material
Abbildung einfacher Zeichnungen, Fotos oder Bilder, blanko Papier, Stifte
Die Schüler*innen werden in Zweierteams eingeteilt, die sich Rücken an Rücken hinsetzen. Eine Person erhält die Vorlage mit einer einfachen Abbildung (z. B. ein Haus mit Baum) und beschreibt der anderen Person ganz genau, was auf dem Bild zu sehen ist. Währenddessen zeichnet die andere Person das Bild entsprechend der Beschreibung nach, ohne es gesehen zu haben. Danach werden die Rollen getauscht.
Hinweise
Als Einstieg sollte die Lehrkraft das Bilddiktat im Plenum durchführen. Sie leitet die Übung ein, indem sie die Schüler*innen bittet, ein weißes Blatt Papier vor sich zu legen und einen Stift bereit zu halten. Dann beschreibt sie ein Bild, ohne es den Schüler*innen zu zeigen.
Neben Benennungen für die Gegenstände und Handlungen auf dem Bild, sollten auch Ausdrücke für die Position geübt werden. Dazu gehören zum Beispiel: „vor”, „im Hintergrund”, „im Vordergrund”, „links neben”, „über”, „darunter” etc. (je nach Niveau). Diesen Teil kann man mit der ganzen Gruppe vorbereiten und anschließend zwei verschiedene Bilder verteilen.
Anmerkungen und Tipps
Mögliche Reflexionsfragen, die gemeinsam im Plenum besprochen werden könnten:
Wie war es, das Bild zu beschreiben?
Was war leicht/schwierig zu beschreiben?
Was hättet ihr anders gezeichnet, wenn ihr euch das Bild jetzt noch einmal anschaut?