Politikwissenschaften

Doswidanja, Sowjetunion – 30 Jahre nach dem Kollaps ScienceCard

Teil V: Im Wettlauf um die "Weiße Kohle"
  • Veranstalter:  VHS Landstraße
  • 25.05.2022, 19:30 - 21:00 Uhr
  • Kursleitung: Mag.a (FH) Daniela Apaydin M.A.
  • Kursort: VHS Landstraße, Hainburger Straße 29 , 1030 Wien
  • TeilnehmerInnen: 1 - 24
  • Kurs-Nr. 20631030
  • 1.50 Unterrichtseinheiten, davon 0.00 online
5-teilige Reihe "Doswidanja, Sowjetunion – 30 Jahre nach dem Kollaps" in Kooperation mit dem Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM). Teil 5: Wettlauf um „weiße Kohle“ - Wasserkraft-Projekte im Kalten Krieg

Zu Weihnachten 1991 zerfiel durch Gründung der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten die Sowjetunion. Der damit verbundene Kollaps des realen Kommunismus in Mittel- und Osteuropa beendete nicht nur die Nachkriegsordnung am Kontinent, sondern führte zu massiven gesellschaftlichen Veränderungen, die auch auf Wien und Österreich große Auswirkungen hatten und immer noch haben. In dieser 5-teiligen Reihe betrachten wir die Ursachen für den Zerfall der UdSSR, die Entwicklung ihrer Ex-Sowjetrepubliken sowie die Satellitenstaaten und welche Auswirkungen dies auf Europa bis heute hat.

Mit dem großflächigen Ausbau von Kraftwerken in den 1960er bis 1980er positionierte sich Österreich als Wasserkraftland in Europa. Vor allem die „Helden von Kaprun“ wurden zum nationalen Mythos hochstilisiert. Doch die Euphorie für die Gewinnung der „weißen Kohle“ kennt auch in Zeiten des bipolaren Europas keine Grenzen. Gerade die österreichisch-ungarische Grenze zeigt sich hier durchlässiger als anderswo und eröffnete mit dem Potential der Donau reizvolle Möglichkeiten der blockübergreifenden Wirtschaftsbeziehungen. Doch mit den Investitionen und Wasserkraft-Projekten formiert sich in den 1980er Jahren Widerstand. Weit über die Donaumetropolen Wien und Budapest hinaus entstehen im Schatten der Sowjetunion Protestbewegungen, die den kommunistischen und kapitalistischen Dammbauten Einhalt gebieten wollen.

(Aufgrund von begrenzten Raumkapazitäten bitten wir auch bei ScienceCard-Vorträgen vorab um Anmeldung persönlich, telefonisch oder per E-Mail)

Teilnehmer*inneninfos

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