Geschichte

"Normalisierung" oder der Weg zur Wende? ScienceCard

Osteuropa in den 1970er und 80er Jahren
  • Veranstalter:  VHS Floridsdorf
  • 23.10.2019 , 19:00 - 20:30 Uhr
  • Kursleitung: MMag. Dr. Clemens Pausz
  • Kursort: VHS Floridsdorf, Angerer Straße 14 , 1210 Wien
  • TeilnehmerInnen: 1 - 90
  • Kurs-Nr. A1204s00
  • 1,5 Unterrichtseinheiten
Die Unterzeichnung des Moskauer Protokolls 1968 besiegelte die Niederschlagung des Prager
Frühlings. In diesem Vortrag wird die folgende - von den Machthabern als Normalisierung
bezeichnete - Periode betrachtet, in der die kommunistische Partei der Tschechoslowakei unter
Gustav Husák ihre Kontrolle über die Gesellschaft und Wirtschaft konsolidierte, die Reformen
rückgängig machte und die Beziehungen zu den anderen Staaten Osteuropas auch im Sinne der
Breschnew-Doktrin ausbaute.

Ebenso wird aber auf Entwicklungen eingegangen wie sie in Ungarn auf die Niederschlagung des
Volksaufstandes 1956 und in Polen auf die Massenproteste vom Dezember 1970 folgten.

Während diese Periode oberflächlich durch eine Erstarrung der Systeme und durch Resignation in
der Bevölkerung mit dem Willen sich zu arrangieren gekennzeichnet ist, lebten gleichzeitig
oppositionelle Bestrebungen fort und intensivierten sich sogar: Aus der Charta 77 entstand die
Bürgerrechtsbewegung der Tschechoslowakei, die Auguststreiks 1980 in Polen, die zur Gründung
der Solidarnosc führten, beriefen sich ausdrücklich auf die Ereignisse 1970. Diese Bewegungen
hatten entscheidenden Anteil an der Wende 1989.




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