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Philosophie

Nachhaltigkeit – kritisch betrachtet (Wie nachhaltig ist eigentlich Nachhaltigkeit?) ScienceCard

Zu den Illusionen abendländischer Naturbeherrschung
  • Veranstalter:  VHS Mariahilf, Neubau, Josefstadt
  • 21.10.2021, 18:30 - 20:00 Uhr
  • Kursleitung: Dr. Felix Annerl
  • Kursort: VHS Mariahilf, Neubau, Josefstadt, Damböckgasse 4 , 1060 Wien
  • TeilnehmerInnen: 1 - 20
  • Kurs-Nr. 10509985
  • 1.50 Unterrichtseinheiten, davon 0.00 online
Im Zuge der Ausbildung der klassischen Physik entwickelten sich unsere modernen wissenschaftstheoretischen Prinzipien, welche bereits im englischen Empirismus des 17. Jahrhunderts ausdrücklich formuliert und im Deutschen Idealismus vertieft, aber auch als Inbegriff eines wahrhaft menschlichen Wissens überhöht wurden, indem man allein die erkenntnistheoretischen Vorzüge dieser neuen Wissensart hervorhob. In der Philosophie des Wiener Kreises wurden zwar nochmals diese Qualitäten betont und gegen Ideologien in Stellung gebracht, doch zugleich tauchten erste Zweifel auf. Aber erst die anschließend einsetzende radikale Kritik an den „Dogmen des Empirismus“ durch Philosophen wie Quine, Wittgenstein, Ludwik Fleck, Popper oder Feyerabend legte die grundsätzlichen Schwächen unseres „wissenschaftlichen Weltbildes“ offen.

In diesem Referat sollen die verhängnisvollen Konzepte erörtert werden, die man trotz jener begrifflichen und logischen Defizite des modernen Wissens weiterhin arglos verfolgt. Dazu gehört etwa die problematische Gewissheit, wir könnten in Zukunft eine nachhaltige Technik in Form einer nebenfolgenfreien „Kreislaufwirtschaft“ entwickeln.
Diese Veranstaltung ist bereits vorbei.