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Gesundheitsthemen

Blutige Tradition ScienceCard

Weibliche Genitalverstümmelung - ein 5000 Jahre altes Problem
  • Veranstalter:  VHS Wiener Urania
  • 29.09.2020 , 19:30 - 21:00 Uhr
  • Kursleitung: Mag.phil. Ursula Walch
  • Kursort: VHS Wiener Urania, Uraniastraße 1 , 1010 Wien
  • TeilnehmerInnen: 1 - 20
  • Kurs-Nr. 10460863
  • 1,5 Unterrichtseinheiten
Schwerpunkt FRAUEN

FGM - female genital mutilation - ist eine grausame Tradition, bei der Mädchen der Genitalbereich unterschiedlich stark beschnitten wird, mit Rasierklingen, Messern, Glasscherben, ohne Betäubung oder Hygiene. Der Eingriff verursacht körperliche und seelische Schmerzen, die ein Leben lang anhalten, 10% der Kinder versterben an Blutungen oder Infektionen. Schätzungen zufolge gibt es weltweit rund 200 Millionen Mädchen und Frauen, die beschnitten wurden, jeden Tag werden etwa 8000 Mädchen in Afrika und einigen Ländern Asiens Opfer von FGM. Die Vortragende berichtet von dieser Tradition, seinen Ursachen und Folgen, und von der Situation der Frauen in den Mangrovenwäldern der Casamance, einer Gegend, die sich im Süden Senegals zwischen Gambia und Guinea-Bissau erstreckt, in der Ethnien leben, die fast alle ihre Mädchen verstümmeln. Mit dem von ihr gegründeten Verein SAAMA (*) bemüht sie sich vor Ort einen Beitrag zur Überwindung dieser frauenverachtenden Praxis zu leisten.


(*) das Wort bedeutet in der überwiegend im Senegal gesprochenen Landessprache Wolof Schutz und beschützen

Ursula Walch studierte Humanities, Translation Studies, Linguistics an der Universität Graz, danach absolvierte sie die Ausbildung zur Hebamme mit Upgrading an der Universitätsklinik in Teneriffa. Nach 11 Jahren Spanien und etlichen Vortragsreisen nach Lateinamerika begann sie mit der bis heute aktuellen Projektarbeit in der Westsahara und Senegal und gründete SAAMA, eine NGO gegen weibliche Genitalverstümmelung. Sie ist freiberufliche Hausgeburtshebamme, Autorin etlicher Bücher und Fachpublikationen.
€ 6,00