Geschichte

Mischehefamilien, Mischlinge und Geltungsjuden ScienceCard

Teil der Vortragsreihe: Jüdischer Widerstand und Selbstbehauptung im nationalsozialistischen Wien (1938-1945)
  • Veranstalter:  Jüdisches Institut für Erwachsenenbildung
  • 09.05.2019 , 18:30 - 20:00 Uhr
  • Kursleitung: Dr. Eleonore Lappin-Eppel
  • Kursort: Jüd. Institut f. Erwachsenenbildung, Praterstern 1 , 1020 Wien
  • TeilnehmerInnen: 1 - 30
  • Kurs-Nr. FV19442c
  • 1,5 Unterrichtseinheiten
Mit dem Anschluss wurde die jüdische Bevölkerung Wiens schlagartig recht- und schutzlos. Auf den Straßen wurden sie attackiert und gedemütigt, ihre Geschäfte und Wohnungen wurden geplündert. Gleichzeitig wurden tausende Juden verhaftet und in Gefängnissen oder Konzentrationslagern interniert. Die Mehrheit der jüdischen Bevölkerung flüchtete. Diejenigen, die in Wien hängenblieben, wurden deportiert und meist ermordet. Nur ein kleiner Rest erlebte die Befreiung in Wien. In dieser Vortragsreihe soll gezeigt werden, dass auch die entrechteten und verfolgten Jüdinnen und Juden ihr Schicksal nicht passiv hinnahmen, sondern viele kleinere und größere Aktionen des Widerstands und der Selbstbehauptung setzten. Dies konnte von Sabotage am Arbeitsplatz, verbotenen Kinobesuchen und Unterrichtsstunden bis hin zum Untertauchen und Überleben im Verborgenen als U-Boot gehen. Widerstand und Selbstbehauptung half den Verfolgten, ihre Selbstachtung in einer Zeit zu bewahren, als man sie als minderwertig behandelte. Widerständisch verhielten sich aber auch jene nichtjüdischen Männer und Frauen, die ihren jüdischen Eheparner*innen trotz Druck durch Gesellschaft und Behörden die Treue hielten und so vor der Vernichtung bewahrten, ebenso wie die Helfer*innen der U-Boote.
€ 6,00