Politik

Die Iranische Revolution 1979 und ihre Folgen für die jüdische Gemeinde ScienceCard

  • Veranstalter:  Jüdisches Institut für Erwachsenenbildung
  • 14.11.2019 , 18:30 - 20:00 Uhr
  • Kursleitung: Dr. Ariane Sadjed
  • Kursort: Jüd. Institut f. Erwachsenenbildung, Praterstern 1 , 1020 Wien
  • TeilnehmerInnen: 1 - 30
  • Kurs-Nr. 10441729
  • 1,5 Unterrichtseinheiten
Seit fast 3000 Jahren leben Juden im Iran. Im 20. Jahrhundert gab es zwei große Auswanderungswellen, die erste war in den 1950er Jahren, die zweite in Zusammenhang mit der Revolution 1979. Die Geschichte der jüdischen Gemeinde im Iran zeigt, dass die Revolution nicht auf den Faktor islamisch reduziert werden kann. (Diese Interpretation wurde erst später durchgesetzt) De Facto gab es innerhalb der jüdischen Gemeinde auch Strömungen, die die Revolution aus politischen und ökonomischen Gründen unterstützten. Der Vortrag beschäftigt sich daher einerseits mit den unterschiedlichen Facetten innerhalb der iranisch-jüdischen Gemeinde. Andererseits werden Querverbindungen zwischen der jüdischen und der islamischen Bevölkerung thematisiert. Anders als die Geschichte der Juden als isoliert und statisch zu behandeln, wird sie in ihrer Verwobenheit mit den politischen und sozialen Veränderungen des gesamten Iran dargestellt: Wer hat das Land verlassen und wer ist geblieben? Wer ist nach Israel ausgewandert, wer in die USA? Und warum gibt es bis heute Juden, die den Iran nicht verlassen haben und damit die größte jüdische Gemeinde im Nahen und Mittleren Osten außerhalb Israels darstellen?
€ 6,00