Politik

Antisemitische Verschwörungsmythen

  • Veranstalter:  Jüdisches Institut für Erwachsenenbildung
  • 04.12.2019 , 18:30 - 20:00 Uhr
  • Kursleitung: Florian Zeller, BA
  • Kursort: DÖW, Salvatorgasse 7 , 1010 Wien
  • TeilnehmerInnen: 1 - 30
  • Kurs-Nr. 10443576
  • 1,5 Unterrichtseinheiten
Verschwörungsmythen, -ideologien und -theorien finden nicht nur in rechtsextremen
Kreisen anklang, sondern sind in breiten Teilen der Gesellschaft vertreten. Als vermeintliche Erklärungsmodelle für Umbrüche und Veränderungen schaffen sie für viele Menschen ein Weltbild, welches ihnen attraktiver als die Realität erscheint. Weitreichende Folgen haben
dieser Erklärungsversuche, da sie bei einer Sündenbockmentalität stehen bleiben. Gesellschaftliche Probleme wie politische Intransparenz, Korruption und Unrecht werden so nicht gelöst, sondern einer Person oder Gruppe zugeschrieben. Die Geschichte des Antisemitismus zeigt wie lange schon Juden und Jüdinnen stellvertretend für alles Übel in der Welt verantwortlich gemacht wurden. Die zugrundeliegenden Verschwörungsmythen haben sich über die Jahre immer neu gewandelt. Bezog sich die jüdischen Weltverschwörung noch offen antisemitisch auf die fiktiven Protokolle der Weisen von Zion, änderte sich dies in den 2000er mit der Erzählung über eine New World Order. Dabei tritt der Antisemitismus in Form von Codes auf wie Eliten oder Finanzoligarchie.
Neben einer geschichtlichen Einführung zu Begriffen und Theorien soll der Frage gegangen werden, warum diese Mythen geglaubt werden und welche Funktion sie erfüllen – für das Individuum und die Gesellschaft. Abschließend soll auf Handlungsmöglichkeiten gegen Verschwörungsideologien eingegangen werden und welche Schwierigkeiten damit verbunden sind.
€ 6,00