Geschichte

Erbitterter Widerstand gegen die Zwangsterilisation: Elisabeth S. und ihre Erfahrungen mit der NS-Bürokratie ScienceCard

Vortragsreihe: Die Utopie des "gesunden Volkskörpers"
  • Veranstalter:  Jüdisches Institut für Erwachsenenbildung
  • 19.03.2020 , 18:30 - 20:00 Uhr
  • Kursort: Jüd. Institut f. Erwachsenenbildung, Praterstern 1 , 1020 Wien
  • TeilnehmerInnen: 6 - 30
  • Kurs-Nr. 10457335
  • 1,5 Unterrichtseinheiten
Elisabeth S. zählt zu den wenigen Frauen und Männern, die sich mehr als vier Jahre erfolgreich gegen ihre angeordnete Zwangssterilisation wehren konnte.
Zwangssterilisation, Schwangerschaftsabbruch und Kastration zählten zu den zentralen anti-natalistischen Maßnahmen des NS-Regimes. Gesetzliche Grundlage bildete das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses.
Der Vollzug dieses Unrechtsgesetzes ist durch den Gesetzeskommentar, Gerichtsakten und Krankengeschichten rekonstruierbar. Von den Frauen und Männern, über deren Zwangseingriff mit seinen schwerwiegenden und lebenslangen Folgen die Richter und Ärzte der Erbgesundheitsgerichte entschieden, finden sich nur vereinzelte Aussagen. Im Gedächtnisdiskurs der Zweiten Republik fehlen ihre Berichte über ihre Erfahrungen. Auch deshalb gilt es, die Erfahrungen von Elisabeth S. zu dokumentieren.

Referentin: Dr.in Claudia Spring
€ 6,00