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Geschichte

Für das Kind - Der Kindertransport zur Rettung jüdischer Kinder nach Großbritannien 1938/39 Webinar

Über 10.000 Kinder aus Österreich, Deutschland und der Tschechoslowakei konnten bei den Kindertransporten, die zwischen Dezember 1938 und August 1939 stattfanden, gerettet werden.
Nach dem Novemberpogrom (Reichskristallnacht) 1938 lockerte die britische Regierung die Einreisebestimmungen. Gleichzeitig erging ein Aufruf an die britischen Familien, Pflegekinder bei sich aufzunehmen. Durch die Mithilfe zahlreicher Organisationen und Einzelpersonen war es möglich, die Transporte zu organisieren und zu finanzieren, sodass diese bis zum Beginn des 2. Weltkriegs regelmäßig durchgeführt werden konnten. Die Eltern erfuhren oft nur wenige Tage vor der Abfahrt, dass ihr Kind ausgewählt wurde. Mitgenommen durfte nur ein Koffer, ein Handgepäckstück und 10 Reichsmark werden. Da viele Eltern in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten umgekommen waren, blieb ein Großteil der geretteten Kinder nach dem Krieg bei ihren Pflegefamilien. Der Inhalt der Koffer war oft das Einzige, was sie an ihre Kindheit und ihre Familie erinnerte.
Wir unterhalten uns mit Milli Segal über die Schicksale einiger dieser Kinder und ihrer Familie und über die Entstehungsgeschichte des Museums „Für das Kind“, das dieser einmaligen Rettungsaktion ein Denkmal setzen will.
Diese Veranstaltung ist bereits vorbei.