Technologie

Nanotechnologie - Mikroplastik - Ernährung: Entwicklungen, Chancen, Risiken ScienceCard

  • Veranstalter:  Planetarium
  • 24.01.2020 ,
  • Kursort: Planetarium Wien, Oswald Thomas Platz 1 , 1020 Wien
  • TeilnehmerInnen: 1 - 100
  • Kurs-Nr. 10443013
  • 1,5 Unterrichtseinheiten
Nanopartikel sind sehr klein. Doch sie sind nicht nur klein, sie sind geradezu winzig. Ihre geringe Größe verleiht ihnen besondere Eigenschaften. Beginnen wir aber von vorne:

Der Begriff der Nanotechnologie leitet sich aus dem altgriechischen Wort nanos für Zwerg bzw. zwergenhaft ab. Als Nanopartikel werden Teilchen bezeichnet, bei denen 50 Prozent der Anzahlkonzentration im Nanobereich (1 bis 100 Nanometer) liegt. Das ist etwa tausendfach kleiner als der Durchmesser eines menschlichen Haars.
Nanopartikel gibt es, seit es die Erde gibt. Sie sind an Prozessen wie der Bodenentwicklung und dem Nährstoffkreislauf beteiligt und entstehen beispielsweise bei Vulkanausbrüchen und Waldbränden. Sie gelangen aber auch durch Kfz- und Industrieabgase oder eine gezielte synthetische Herstellung in die Umwelt.

Wieso sind diese Winzlinge nun so interessant für Industrie und Technik? Aufgrund ihrer geringen Größe besitzen Nanopartikel spezielle chemische und physikalische Eigenschaften, da sie im Vergleich zu ihrem Volumen eine viel größere Oberfläche aufweisen. Im Allgemeinen bedeutet eine große Oberfläche auch eine hohe Reaktionsfreudigkeit. Weiters haben sie auch veränderte magnetische, optische und metallische Eigenschaften.
Die Nanotechnologie besitzt für die Industrie ein enormes Marktpotential. Die Zahl der Produkte mit synthetischen Nanopartikeln steigt stetig. Derzeit werden diese vor allem in der Elektronikbranche, Pharmazie, Medizin, Kosmetik und Chemie eingesetzt. Über mögliche Gesundheitsrisiken von Nanoteilchen für den Menschen ist bisher wenig bekannt. Zwar verlieren sich Nanofunktionen in der Umwelt relativ schnell, aber die winzigen Materialien weisen andere Eigenschaften auf als ihre großen Geschwister und es ist bekannt, dass einige in Haut, Zellen und die Blut-Hirnschranke eindringen können.
In jüngerer Zeit hat auch Mikroplastik in der Umwelt an großer Relevanz gewonnen. Die feinen Kunststoffpartikel gelangen über verschiedene Wege in die Nahrungskette und stellen eine potentielle Gefahr für die menschliche Gesundheit dar. Aufgrund der ähnlichen Eigenschaften können die Erkenntnisse aus der Nanoforschung auch auf Mikroplastik übertragen werden.

Thilo Hofmann ist Direktor des Forschungsverbundes Umwelt und Professor für Umweltgeowissenschaften. Er beschäftigt sich mit der Charakterisierung und dem Verhalten von Nanomaterialien und Mikroplastik. Im Vortrag spricht er über Entwicklungen, Chancen und Risiken dieser kleinen Partikel.

Eintritt € 6,-
Mit science card gratis!

Die Vorträge im Science Programm sind spontan besuchbar, für einen sicheren Sitzplatz bei großem Andrang empfiehlt sich eine Reservierung unter www.planetarium.wien oder planetarium@vhs.at.
Die science card ist online unter www.vhs.at, vor Ort im Planetarium sowie an allen VHS Standorten erhältlich und ermöglicht den freien Besuch von über 200 wissenschaftlichen Vorträgen pro Semester
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