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Politik

Markus Wissen: Jenseits der Carbon Democracy Online-Kurs

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Gegenbewegungen: Kapitalismus und Demokratie"
  • Veranstalter: VHS Zentrale
  • 23.11.2021, 19:00 - 21:00 Uhr
  • Kursort: Online-Kurs
  • TeilnehmerInnen: 6 - 300
  • Kurs-Nr. 10526064
  • 2.00 Unterrichtseinheiten, davon 0.00 online
Kommentar: Margaret Haderer, Moderation: Magdalena Prieler

Der gesellschaftliche Kompromiss, der den liberalen Demokratien des globalen Nordens zu einer lang andauernden relativen Stabilität verholfen hat, beruhte auch auf den Wohlstandssteigerungen, die von einem fossilen Energieregime ermöglicht wurden. Der Begriff Carbon Democracy (Kohlenstoff-Demokratie) des US-amerikanischen Politikwissenschaftlers Timothy Mitchell bringt genau dies zum Ausdruck. Er deutet aber auch einen der Gründe an, aus denen die liberalen Demokratien in jüngerer Zeit brüchig geworden sind: Mit der klimapolitisch bedingten Notwendigkeit, die Verbrennung fossiler Energieträger zu stoppen, erodiert eine ihrer gesellschaftlichen Grundlagen. Der Vortrag beleuchtet die zentrale Rolle, die Kohle und Öl in der Geschichte des Kapitalismus gespielt haben: bei der Kontrolle ebenso wie bei der Emanzipation der Arbeiter*innenklasse, bei der Herausbildung einer „imperialen Lebensweise“ und nicht zuletzt im Kontext der gegenwärtigen ökologischen Krise. Er erörtert zudem das demokratisierende Potenzial erneuerbarer Energien.
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